Vorläufige Programmübersicht
Das Programm befindet sich zur Zeit im Aufbau und wird nach und nach um weitere Details ergänzt.
Vorschläge könnt Ihr unter programm [at] mind-akademie [dot] de einreichen.
Bislang stehen folgende Programmpunkte fest:
Programm: Transformationen
- Harald von Aschoff: Die Kampfkünste als Weg der Transformation
- Dr. Henning Christ: Transformation von Risiken
- Prof. Dr. Rudolf Drux: Technikkatastrophen und ihre Vermittlung
- Michael Fackler: Risikotransfer: Wie katastrophale Schäden von Wirtschaft und Gesellschaft in ein erträgliches Maß transformiert werden können
- Michael Fackler: Transformation der Arbeitswelt
- Peter Fröhler: Die UNO von innen
- Prof. Dr. Claus Grupen: Kunst und Kosmologie
- Prof. Dr. Roland Gunesch: Transformationen in der Mathematik und der Weg ins Chaos
- Erik Händeler: Transformation unserer Gesellschaft durch lange Konjunkturwellen
- Thomas Heichele: Zur Transformation des Menschen
- Eva-Maria Hempe: Gesundheitssysteme — Was müssen wir wissen und wer weiß es am besten?
- Kai Hirdt: Vom Buch zum Film
- Prof. Dr. Peter Horn: Reprogrammierung von Stammzellen
- Prof. Dr. Traugott Jähnichen: Transformation der Religion in der Moderne
- Henning Kantner: Wie man Karriere macht
- Frederik Kaster: Moderne Objekterkennung mit der Hough-Transformation
- Sara Köser & Elisa Merkel: Von der Forschungsidee zu ihrer Realisierung
- Astrid Loos: Vom geschriebenen Gesetz zu empfundener Moral
- Prof. Dr. Messner: Große Tranformationen in Weltpolitik und -wirtschaft
- Prof. Dr. Corinna Mieth: Transformation von Recht und Rechtsverständnis
- Prof. Dr. Klaus Morawetz: Supraleitung
- Prof. Dr. Oliver Müller: Die maligne Transformation
- Prof. Dr. Stefan Rahmstorf: Tipping Points des Klimasystems
- Carsten Schilli: Transformationen in der Umwelt - Bedeutung und Identifikation
- Dr. Frank Schütz: Informatik — Die technische Disziplin zum Thema Transformation
- Bea Schweighöfer: Gestaltwandel in der keltischen Literatur
- Jan Sieckmann: Tims Transformationen
- Dr. Thomas Teepe: Transformiertes Denken: Wie Computer beim Problemlösen helfen können
- Dr. Alexander Unzicker: Vom Urknall zum Durchknall (Kosmologie)
- Prof. Dr. Oliver Vornberger: Neue Medien braucht das Land
- Max Voigtmann: Wie man den Transformator zum Trafo transformiert: Die Kurzwortbildung
- Prof. Dr. Kurt Weis: tba
- Ewald Wessling: Unternehmensberatung: Neue Medien
- Prof. Dr. Oliver Wolf: Stress und Gedächtnis
- Marc Ziegert: Programmiersprachen
Rahmenprogramm
- Harald von Aschoff: Kampfkunst
- Michaela Eich & Jens von Lindeiner: TranceFormation
- Michael Fackler: Bücherschaulaufen
- Markus Gyger & Thorsten Michael Kreissig: Impro-Theater für Einsteiger: die Transformation zum Schauspieler!
- Markus Gyger & Thorsten Michael Kreissig: Optimales Präsentieren! Transformations-Tipps und Tricks der Theaterprofis
- Peter Heide: Transformation von Schallwellen in Bewegung
- René Kieselhorst: Science Slam
- Andreas Klik: Zaubern: Transformation, Penetration, Halluzination
- Andreas Klik: Mambo
- Tilman Lucke: Kabarett
- Jan Sieckmann: Kölle — Eine Stadtführung
- Max Willenberg: Dynamische Märkte
- Stefan Wladarsch: Gedanken-Text-Transformationen
Programmbeschreibungen
TranceFormation (Workshop)
Hypnose — ein Wort, viele Mythen. Ein fremdes Phänomen? Keineswegs, denn wir alle erleben Hypnose täglich, ohne dass uns dies bewusst ist / wird. Allerdings ist Hypnose trainierbar und somit bewusst einsetzbar — als (mentale) "Hirnleistung" — und das nicht nur nicht nur im medizinischen oder im sportlichen Bereich. In diesem Workshop geht es darum, Hypnose unbewusst und bewusst zu erleben und eigene, persönliche Ressourcen in Erfolg zu transformieren. Also komme persönlich, bringe ein Ziel mit, das du gerne erreichen möchtest und probier's doch einfach aus! Denn es ist ein Workshop: selbstorganisatorisch, systemisch, hypnotisch — einfach, nachhaltig und zeitgemäß.
Jens von Lindeiner (geb. 1967) transformierte vom Bankkaufmann und Betriebswirt (VWA) über den Managment Consultant (VWA) zum Persönlichen Mental-Trainer für Beruf & Sport mit Diplom in Psychologie und Master in medizinischer, selbstorganisatorischer Hypnose. Er selbst bezeichnet sich am liebsten als HypnosystemCoach, denn "viele Themen, die uns täglich beschäftigen, sind systemisch eingebunden und am leichtesten in Hypnose bearbeitbar".
Michaela Eich (geb. 1986), Diplom-Psychologin und medizinische Hypnotherapeutin, arbeitet und lebt in der schönen Eifel. Zur Zeit absolviert sie die Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin und promoviert im Fachbereich Psychobiologie der Universität Trier. In ihrem Berufsleben geht es - sowohl in der klinischen Praxis als auch in der Forschungsarbeit - immer um Transformationen in den unterschiedlichsten Facetten und auch privat lebt sie nach dem Motto "Nur wer sich ändert, bleibt sich treu".
Risikotransfer: Wie katastrophale Schäden von Wirtschaft und Gesellschaft in ein erträgliches Maß transformiert werden können (Vortrag)
Unsere moderne Welt ist komplex und damit verwundbar, durch Naturgewalten, technische Unglücke und vieles mehr. Doch sie hat Methoden entwickelt, katastrophale Schäden — oder zumindest deren ökonomische Folgen — zu bewältigen, und ist damit eigentlich sehr erfolgreich. Dabei spielen Versicherungen eine fundamentale Rolle, aber auch das Rechtssystem und viele andere staatliche Maßnahmen leisten einen wesentlichen Beitrag, der uns oft gar nicht bewusst ist. Bei der Betrachtung dieses Geflechts wird klar werden, dass eine effektive Katastrophenbewältigung manchmal nur um den Preis zu haben ist, dass es dabei nicht ganz gerecht zugeht, und wir werden hierzu ausführlich das World-Trade-Center-Attentat betrachten — als Paradebeispiel, wie eine Gesellschaft einen existenzbedrohenden Schaden bewältigt, indem sie für einen Moment ihre eigenen Regeln bricht.
Michael Fackler, Jahrgang 1967, stammt aus einer Allgäuer Musikerfamilie und hat in München und Pisa Mathematik studiert. Er ist freiberuflicher Aktuar (geprüfter Versicherungsmathematiker). In langjähriger Tätigkeit bei Rückversicherungen hat er nicht nur die traditionellen Versicherungslösungen zur Abfederung von großen Schäden kennengelernt, sondern auch das komplexe Umfeld aus staatlicher Regulierung, Haftungsbedingungen, etc., das es unserer modernen Gesellschaft ermöglicht, große Risiken einzugehen. Michael Fackler ist seit 1988 bei Mensa. Für den Verein und für MHN ist er vor allem aktiv als Referent und Organisator von Vorträgen, daneben hat er die Endredaktion von Tagungsbänden der MinD-Akademien übernommen.
Transformation der Arbeitswelt vom militärischen Top-Down zum Mitarbeiterzufriedenheitsmanagement. Ein Praxisbericht (Vortrag)
In der Industrialisierung mussten Menschen anfangs wie Maschinen funktionieren: Immer derselbe Handgriff am Fließband, etc. Was zu tun war, war schematisch vorgeschrieben, top-down wie beim Militär. Das war der damaligen Arbeitsstruktur angemessen, aber eine stetige wachsende Zahl von Menschen hat heute ganz andere Aufgaben, z.B. flexibles Troubleshooting oder produktives Verarbeiten von Wissen in vernetzten Teams. Das bringt das Firmenmanagement in einen Zwiespalt. Einerseits soll und will es dem Unternehmen die Richtung vorgeben, andererseits sind die Tätigkeiten nicht mehr so, dass man sie auf einfache Weise vorschreiben und kontrollieren kann, z.B. dann, wenn man auf hohe Flexibilität, schnelles autonomes Handeln einzelner Mitarbeiter oder gar auf Kreativität angewiesen ist. Eine zentrale und wachsende Rolle spielen heutzutage Vertrauen und Loyalität, die stark von der Zufriedenheit der Angestellten und zahllosen menschlichen und kulturellen Faktoren abhängen. In diesem lang dauernden Umbruch des Wirtschaftslebens kann man oft ein Nebeneinander mehrerer Generationen von Unternehmensphilosophien beobachten und erlebt ein Hin und Her zwischen Aufbruchsstimmung und konservativen Reflexen. Und man könnte (und sollte) ein paar grundsätzliche Fragen zur Unternehmensführung in der Wissensgesellschaft stellen.
Lebenslauf von Michael Fackler: siehe voriger Eintrag
Bücherschaulaufen (Workshop)
Etwas, was sich auf dem diesjährigen Mensa-JT in Dortmund spontan entwickelt hat, soll nun als Event auf der MinD-Akademie stattfinden: Jeder, der ein Buch gelesen hat, das er gaaanz toll findet und unbedingt weiterempfehlen will, stellt es kurz vor. Damit das Event nicht die ganze Nacht dauert und wir ein wenig planen können, gibt es für die "Referenten" einen gewissen Rahmen: a) Redezeit 3-5 min, b) Ausfüllen eines kurzen Fragebogens vor der Akademie, den wir im Wiki bereitstellen werden. Daraus erstellen wir dann die Liste der: MHN Top Books 2010. Die wichtigsten Fragen sind folgende: 1. Wie hat dieses Buch mein Leben verändert? 2. Wer sollte dieses Buch unbedingt lesen? 3. Wie lange braucht man dafür?
Michael Fackler stammt aus einer Allgäuer Musikerfamilie, hat in München und Pisa Mathematik studiert und arbeitet als freiberuflicher Versicherungsmathematiker. Als langjähriges Mensa- (seit 1988) und MHN-Mitglied hat er schon viele großartige Buchempfehlungen bekommen und möchte mit dem Bücherschaulaufen dazu beitragen, dass sich gute Bücher auch weiterhin rasch herumsprechen.
Die UNO von innen - Perspektiven aus der Sicht eines Mitarbeiters nach 30 Jahren Erfahrung (Vortrag)
Der Vortrag geht zunächst auf die Rolle der UNO in der internationalen Architektur der Staatengemeinschaft ein. Dabei betrachtet er insbesondere einerseits die sich ständig wandelnden Herausforderungen und andererseits ihre zum Teil selbstgemachten Probleme. Der zweite Teil des Vortrags beleuchtet den Einfluss der UNO bei Transformationsprozessen anhand von Beispielen einiger Projekte der technischen Zusammenarbeit.
Peter Fröhler hat seine Berufslaufbahn am Institut für Weltwirtschaft in Kiel begonnen und war dann 30 Jahre bei den Vereinten Nationen in Genf beschäftigt. Seit 2007 ist er im Ruhestand. Bei der UNCTAD (United Nations Conference for Trade and Development) hat er alle höheren Ränge vom Einsteiger als Programmierer bis zum Direktor durchlaufen und dabei einen reichen Erfahrungsschatz gesammelt. Er war unter anderem für Projektimplementierungen in über 100 Ländern verantwortlich. Als Vorsitzender von vielen Stellenbesetzungs- und Beförderungsausschüssen hat er auch detaillierte Kenntnisse von internen Verwaltungspraktiken erworben.
Impro-Theater für Einsteiger: die Transformation zum Schauspieler! (Workshop)
Impro-Theater ist aufregendes Theater ohne vorheriges Textauswendiglernen. Wie durch eine magische Verbindung lassen gute Impro-Spieler immer wieder neue Szenen entstehen, die der vorher Gezeigten in Punkto Spannung und Überzeugungskraft in nichts nachsteht. Impro-Theater ist das Er-Leben von immer neuen Transformationen — schnell, spannend, und humorvoll im Sicherheitsnetz der Mitspieler! Doch wie genau schafft man es, aus dem Nichts ein Zusammenspiel mit den Kollegen entstehen zu lassen? Was brauche ich für eine gute Szene, wie bekomme ich die zündenden Ideen, wie definiere ich meine Rolle am Besten, ...? In diesem Workshop wird es darum gehen, Impro-Neulingen die Grundlagen des flexiblen und kreativen Spielens näher zu bringen. Er ist für all diejenigen gedacht, die neugierig darauf sind, in neue Rollen zu schlüpfen und auszuprobieren, wie es sich anfühlt, spannende Geschichten vor Publikum zu spielen. Ob ihr bereits Theatererfahrung habt oder nicht spielt dabei keine Rolle, teilnehmen kann jeder der bereit ist sich auf ein äusserst unterhaltsames Abenteuer einzulassen. (PS: im Fernsehen war das ganze System auch schon zu beobachten und hiess dort "Frei Schnauze")
Markus Gyger studierte von 2001 bis 2006 im englischsprachigen "International Physics Study Program" an der Universität Leipzig. Seit Februar 2007 promoviert er an derselben Universität in der Abteilung für Physik der weichen Materie. Seit 2002 ist Markus Gyger ehrenamtlicher Trainer in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung. Er moderierte zahlreiche Seminare und Workshops, beispielsweise auf der Kinderrechtetagung der Stadt Leipzig, für die Friedrich Ebert Stiftung und im Rahmen von Mensa/MHN und führte eine Reihe von Projekttagen an Schulen und Berufsschulen im Rahmen des Netzwerkes für Demokratie und Courage und der DGB Berufschultouren durch. Als Doktorand in der Physik hielt er zahlreiche Vorträge auf Tagungen und internationalen Konferenzen. Kontakt mit Improtheater hatte er zum ersten Mal von einigen Jahren auf einem der zahlreichen MHN-Improtheaterworkshops. Seit dem spielt er leidenschaftlich gerne und so oft sich die Gelegenheit bietet. "Die Verknüpfung dieser Erfahrungen aus den Seminaren und Vorträgen und der Spontanität, die sich aus dem Improtheater entwickelt hat mich von Anfang an fasziniert, daraus ist dann die Idee für unseren diesjährigen MinD- Akademie Workshop geworden."
Thorsten Michael Kreissig kann auf eine mensatypisch abwechslungsreiche Karriere als Darsteller, Regisseur, Choreograph, Videoregisseur, Eventmanager und Coach zurückblicken. Als Schauspieler und Musicalperformer hat er für Bühne, Film und Fernsehen gearbeitet. Als Regisseur hat er Mehr als 120 Produktionen unterschiedlichster Stilrichtungen (von Opern, Balletten und Musicals bis zu Modenschauen und Erlebnis-Events) hat er in Szene gesetzt. Engagements führten ihn u.a. ans Theater des Westens Berlin, Staatsoper Unter den Linden Berlin, Bayrisches Staatsschauspiel München, Opernhaus Graz, Internationale Musikfestwochen Luzern, Stadsteater Malmö, Türkische Staatsoper Izmir und ans Kennedy Center Washington. 2007 war er als Projektmanager des Cranko Festivals "Cranko Moves Stuttgart" beim Stuttgarter Ballett engagiert, wo er nicht nur das erste Public Viewing für Tanz auf dem europäischen Kontinent betreute, sondern mit seiner Aktion "Dance the Cranko" eine ganze Stadt zum Tanzen brachte. Videos zu "DtC" und anderen Projekten sind auf Facebook zu finden.
Optimales Präsentieren! Transformations-Tipps und Tricks der Theaterprofis (Workshop)
In unserer heutigen Zeit muss man sich ständig präsentieren, ob bei
Vorträgen auf Konferenzen, bei Bewerbungsgesprächen oder in mündlichen
Prüfungen. Und wer kennt sie nicht, die fiese Frage, auf die man sich
nicht vorbereitet hat? Man spürt, dass sie gestellt wurde um dem
Vortragenden oder dem Prüfling zu signalisieren, dass der Fragende
viel mehr Ahnung hat. Aber wie geht man damit um? Oder man steht
plötzlich da und hat alles vergessen, auf das man sich vorbereitet
hat, ein Blackout, was nun?
In diesem Workshop wird es darum gehen, einige erstaunliche Antworten
aus der Trickkiste des Impro-Theaters auf diese und andere Vortrags-
und Prüfungssituationen zu präsentieren. Die Teilnehmenden sollten
bereits Erfahrung mit den Grundtechniken des Impro-Theaters haben. Für
Impro-Neulinge empfehlen wir den Workshop Impro-Theater für Einsteiger: die Transformation zum Schauspieler! auf dieser MinD-Akademie.
Und vielleicht wird ja der Eine oder Andere zu der Erkenntnis kommen,
dass man sich auf viele Situationen als Impro-Künstler gar nicht mehr
vorzubereiten braucht ...
Lebenslauf von Markus Gyger und Thorsten Michael Kreissig: siehe voriger Eintrag
Transformation unserer Gesellschaft durch lange Konjunkturwellen. Rückblick auf die letzten 200 Jahre und Ausblick auf die nächsten Jahrzehnte (Vortrag)
Bei Konjunktur und Rezession denkt man meist an Zyklen von wenigen Jahren mit ein wenig Auf und Ab von Angebot und Nachfrage. Nach der Theorie des russischen Ökonomen Nikolai Kondratieff (1892 - 1938) sind das aber nur oberflächliche Schwankungen, während die grundlegenden Wirtschaftszyklen Jahrzehnte dauern. Diese bringen tiefgreifende Innovationen im Wirtschaftsleben mit sich und parallel dazu markante gesellschaftliche Veränderungen. Ein Blick zurück auf die Ökonomie seit Beginn der Industrialisierung zeigt, dass es globale Wirtschaftkrisen, wie wir jetzt nach der Computerisierung eine erleben, schon mehrfach gegeben hat, etwa 1873 nach dem Eisenbahnbau und 1929 nach der Elektrifizierung. Jedes Mal brachten sie Dinge mit sich, die wir heute als typisch für unsere Zeit ansehen, z.B. Dumpinglöhne, wilde Spekulation am Kapitalmarkt, Orientierungslosigkeit der Politik, u.v.m. Wann der nächste große Konjunkturaufschwung kommt, wo man am meisten von ihm profitieren wird und auf welchen technologischen (oder vielleicht eher gesellschaftlichen?) Innovationen er beruhen wird, lässt sich schon erahnen. Wir sollten darauf aufbauend beginnen, unsere Gesellschaft für den neuen Zyklus fit zu machen.
Erik Händeler geboren 1969, ist als Buchautor und Zukunftsforscher vor allem Spezialist für die Kondratiefftheorie der langen Strukturzyklen. Nach einem Tageszeitungsvolontariat und Tätigkeit als Stadtredakteur in Ingolstadt studierte er in München Volkswirtschaft und Wirtschaftspolitik. 1997 wurde er freier Wirtschaftsjournalist, um die Konsequenzen der Kondratiefftheorie in die öffentliche Debatte zu bekommen. Dazu arbeitet er inzwischen auch eng mit dem Zukunftsinstitut von Matthias Horx zusammen. Bücher: "Die Geschichte der Zukunft - Sozialverhalten heute und der Wohlstand von morgen", "Kondratieffs Welt" und das Hörbuch "Der Wohlstand kommt in langen Wellen".
Zur Transformation des Menschen - Technik als Bedingung der Möglichkeit menschlicher Existenz (Vortrag)
Seit seinen stammesgeschichtlichen Anfängen gibt es eine enge Wechselwirkung des Menschen mit der Umwelt. Eine zentrale Rolle hierbei spielt Technik, die in einem alten und weiten Verständnis jedes auf Herstellen gerichtete Können meint. Kultur- und Sozialtechniken sind hierbei ebenso zu erwähnen wie unterschiedliche Arten von Realtechniken. Mangels einer physiologischen Anpassung an viele Rahmenbedingungen waren Menschen hinsichtlich eines Selektionsvorteils zu einer artifiziellen Adaption an die Umwelt gezwungen. Die menschliche Entwicklungsgeschichte sorgte schließlich für immer komplexere Formen von Technik, die den Menschen mehr und mehr von seiner ursprünglichen Lebensweise entfernten. So durchlebte der Mensch verschiedene Transformationen, die stets mit der Technik in einem engen Zusammenhang standen. Der Vortrag wird sich mit diesem Prozess beschäftigen und die entscheidende Rolle der Technik als Bedingung der Möglichkeit menschlicher Existenz herausarbeiten. Obschon dies bereits seit Beginn menschlicher Handlungen gilt, kommt dieser Erkenntnis nicht zuletzt im Angesicht transhumanistischer Überlegungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine neue Bedeutung zu.
Thomas Heichele, M.A., geb. 1982, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Philosophie mit Schwerpunkt analytische Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Universität Augsburg. Seit dem Abschluss des Philosophiestudiums 2008 arbeitet er an seiner Promotion mit einem Thema aus dem Spannungsfeld von Wissenschaftsgeschichte, Naturphilosophie und Technikphilosophie (Uni Augsburg/TU München). Nebenbei ist er in der Erwachsenenbildung tätig.
Transformation von Schallwellen in Bewegung (Workshop)
Abstract folgt
Peter Heide studierte - nach seiner Ausbildung und Tätigkeit als Bankkaufmann und Sparkassenbetriebswirt - in Hagen Informatik/BWL mit einigen Semestern Geschichte, Medizininformatik und Rechtswissenschaften. Nach langjähriger Tätigkeit für diverse Unternehmensberatungsgesellschaften ist er seit 2007 selbständig als Berater in der IT-Branche. In seiner Freizeit widmet er sich u.a. mit dem hier vorgestellten Thema, welches er in unterschiedlicher Form nunmehr zum neunten Male im Rahmen einer Mensa-Veranstaltung behandelt.
Gesundheitssysteme - Was müssen wir wissen und wer weiß es am besten? (Vortrag)
Public service projects are usually characterized by having a multitude of stakeholders. At the same time the success criteria for such projects, usually performance improvement, is less well defined than in the commercial sector where ultimately a project is successful if it has a positive effect on the bottom line. An important part of service design is to recognize which knowledge is needed, where it can be sourced from and how to ensure timely flow. In prevailing ad hoc approaches to public service design assumptions are made about the expertise of different stakeholders. In order to find out what is important for service design and test if these assumptions of expertise are valid, we asked three different stakeholder groups what they expect from a good service and investigated how each group values the contributions which were raised by other stakeholders but not by themselves. We will discuss the implications of these findings for design processes and the position of design within an organization. (Vortrag in deutscher Sprache)
Eva-Maria Hempe hat Physik in Muenchen, Regensburg, Erlangen und Cambridge studiert. Seit 2008 promoviert sie an der University of Cambridge in Engineering Design über Designprozesse im Gesundheitswesen. Sie interessiert sich besonders für Fragen des Knowledge Managements und Organizational Learning. Wenn sie nicht an ihrer Doktorarbeit arbeitet (die sie hoffentlich 2011 abschliessen wird), enagagiert sie sich in verschiedenen Universitätsvereinen, wie zum Beispiel der Studentenvereinigung ihres Colleges (desses Präsidentin sie 2008 war) oder der Blind Wine Tasting Society. Die meisten ihrer Engagements sind allerdings sportlicher Natur, so ist bzw. war sie Mitglied des Segelclubs, des Poloclubs, des Triathlonclubs und des Modernen Fünfkampfclubs. Sie hat fuer Cambridge Fußball und Rugby gespielt. Ihre große Leidenschaft ist allerdings das Rudern — 2007 hat sie mit der Reservemannschaft ihr Boatrace gegen Oxford gewonnen und 2008 wurde sie für das erste Boot ausgewählt.
Reprogrammierung von Stammzellen - Eine neue Quelle unversalverträglicher Transplantate? (Vortrag)
In Deutschland werden jährlich über 4.000 Transplantationen durchgeführt. Es warten alleine hierzulande etwa 12.000 Menschen auf ein passendes Transplantat. Täglich sterben drei von Ihnen, weil nicht rechtzeitig ein passendes Spenderorgan zur Verfügung steht. Neben dem Mangel an Spenderorganen stellt insbesondere die Abstoßung des Transplantates durch das Immunsystem des Empfängers ein großes Problem dar. Die biotechnologische Herstellung von Transplantaten, die nicht als körperfremd erkannt werden können, stellt daher einen viel versprechenden Forschungsansatz dar. Seit kurzem steht eine Technik zur Verfügung, die es erlaubt, unterschiedliche Zelltypen eines jeden Menschen in echte "Alleskönner"-Stammzellen, sogenannte pluripotente Stammzellen zurück zu verwandeln. Man spricht dabei vom Reprogrammieren von Zellen zu induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS). Diese Zellen besitzen die Eigenschaft, in alle unterschiedlichen Zelltypen differenzieren zu können, d.h. alle unterschiedlichen Zelltypen hervorbringen zu können. Dies bietet die prinzipielle Möglichkeit, aus patienteneigenem Ausgangsmaterial unterschiedliche Transplantate und Zelltherapeutika herstellen zu können, die nicht als körperfremd abgestoßen werden.
Univ.-Prof. Dr. med. Peter Horn, geb. 1972, hat den Lehrstuhl für Transfusionsmedizin an der Universität Duisburg-Essen inne. Horn studierte Medizin an der Ruhr-Universität Bochum. An der Medizinischen Klinik der Universität Köln war er als AiP und Assistenzarzt tätig. Im Anschluss an einen mehrmonatigen Einsatz im Rahmen eines humanitären Hilfsprojektes für "Ärzte für die Dritte Welt" in Dhaka, Bangladesch, forschte Horn gut zwei Jahre lang am Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle (USA). Zurück in Deutschland arbeitete er zunächst am Institut für Transplantationsdiagnostik und Zelltherapeutika der Universität Düsseldorf. Vor seinem Ruf nach Essen arbeitete Horn als Oberarzt am Institut für Transfusionsmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählt die Differenzierung von embryonalen sowie reprogrammierten, sog. induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS) in blutbildende Stammzellen. Parallel dazu befasst seine Arbeitsgruppe sich mit Transplantationsimmunologie und der Entwicklungsbiologie adulter Stammzellen, mit dem Ziel, langfristig neue zelluläre Therapeutika entwickeln zu können.
Wie man Karriere macht (Vortrag)
Für viele Menschen ist eine wichtige Determinante ihrer Lebenszufriedenheit auch der berufliche Erfolg. Eine mögliche Definition von beruflichem Erfolg ist "Karriere". Sozialer Aufstieg, Einfluss, Macht, Führungsverantwortung, Budget- und Umsatzverantwortung sowie ein attraktives Gehalt können starke Motivatoren sein, eine Führungskarriere anzustreben. Nur: Wie wird man eigentlich befördert? Wie macht man erfolgreich Karriere? Einige Antworten darauf gibt es hier.
Henning Kantner ist in einer Unternehmensberatung tätig, wo er sich mit stretegischen und operativen Themen der Telekommunikationsbranche befasst. Zuvor war er in verschiedenen Funktionen bei einem Mobilfunknetzbetreiber — unter anderem hat er dort Führungsfunktionen im Personalbereich bekleidet, an Personalauswahl- und Personalentwicklungsmaßnahmen mitgewirkt und mitentwickelt. Er hat umfassende Erfahrung im Design und in der Durchführung von Assessment Centern für Führungskräfte. Er ist Elektroingenieur (Uni Dortmund), Wirtschaftsingenieur (Fernuni Hagen) und MBA (Henley College, UK).
Moderne Objekterkennung mit der Hough-Transformation (Vortrag)
In vielen Bereichen der Datenverarbeitung sind Computer mittlerweile viel leistungsfähiger als Menschen, aber auf manchen Gebieten tun sie sich trotz immer schnellerer Prozessoren immer noch schwer. Ein wichtiges Beispiel hierfür ist der Gesichtssinn: stellt man einem Computer die Aufgabe in einem Bild nach Menschen, Häusern oder Kühen zu suchen, wird er viel länger brauchen und mehr Fehler machen als die meisten Leute. Dabei gibt es viele nützliche Anwendungen für ein solches automatisches Objekterkennungssystem: Fahrerassistenzsysteme, die Autofahrer vor der Kollision mit Fußgängern warnen, autonome Roboter oder die automatische Fokussierung von Gesichtern in modernen Kameras. Um zu erfahren, wie solche Systeme hinter der Oberfläche arbeiten, werden wir beispielhaft eine Methode im Detail kennen lernen: die sogenannte "Hough-Transformation". Dieses Verfahren wurde ursprünglich zur Erkennung einfacher geometrischer Objekte entwickelt und wir werden sehen, wie es für kompliziertere Formen und schließlich für die Erkennung von Menschen verallgemeinert werden kann.
Frederik Orlando Kaster (Jahrgang 1983) studierte Physik und vorklinische Medizin in Mainz. Mittlerweile beschäftigt er sich damit, wie man interessante Probleme aus Biologie und Medizin mit Hilfe von Verfahren der automatischen Bildverarbeitung und Mustererkennung lösen kann: er steht hierbei kurz vor dem Abschluss seiner Promotion an der Universität Heidelberg und dem Deutschen Krebsforschungszentrum. In seiner Freizeit liegt ihm unter anderem das Medibüros-Projekt zur medizinischen Unterstützung von Papierlosen sehr am Herzen, welches er seit nunmehr sechs Jahren begleitet. Als MinD-Akademie-Debütant ist er schon sehr gespannt, welche Transformationen diese Akademie in ihm bewirken werden (und welche er vielleicht bei anderen hervorrufen kann).
Science Slam (Workshop)
Die Regeln sind einfach: Ihr habt 10 Minuten Zeit um ein wissenschaftliches Thema eurer Wahl in einem populärwissenschaftlichen Vortrag mit normalen Hilfsmitteln (Laptop/Beamer, Flipchart,...) vorzustellen. Das Thema des Vortrags sollte zum Thema "Transformationen" passen und ihr solltet in dem Bereich geforscht oder euch zumindest im Studium intensiv damit beschäftigt haben - so könnte beispielsweise ein interessierter Mathematiker die "Bäcker- Transformation" vorstellen. Am Ende wird vom Publikum bewertet, wie inhaltsstark der Vortrag war, wie gut das Thema erklärt wurde und wie gut der Vortragsstil war. Wenn ihr eure Forschungsergebnisse zum Thema "Transformationen" beim Science Slam präsentieren wollt, dann meldet euch bei René Kieselhorst (rene [dot] kieselhorst [at] gmx [dot] de).
Zaubern: Transformation, Penetration, Halluzination (Workshop)
In diesem Zauberworkshop geht es um klassische Effekte der Magie: Transformation, Penetration, Halluzination. Einiges zum Gucken, vieles zum Selbermachen!
Andreas Klik hat nach seinem BWL-Studium zunächst als strategischer Unternehmensberater gearbeitet. Später wechselte er zur Erforschung energiewirtschaftlicher Fragen und zwischenmenschlicher Phänomene an die Universität zurück. Aktuell unterrichtet er an einer Hamburger Berufsschule Wirtschaftsfächer auf Englisch. Als Tänzer hat Andreas in über 15 Jahren zahlreiche Shows und Turniere in der S-Klasse hinter sich gebracht. Spezialisiert ist er auf Salsa (New York Style, L. A. Style) und die Manager Moves. Darüber hinaus wirft er gern Bälle in die Luft - und fängt sie wieder. Noch länger allerdings beschäftigt ihn die Frage, wie man praktisch jede natürliche Grenze - scheinbar - überwinden kann.
Mambo (Workshop)
Transformation eines Tanzes: Die Salsa wird heute in vielen Stilrichtungen getanzt, z. B. New York Style, L. A. Style, kubanisch und puertoricanisch. Dabei unterscheiden sich diese Stile rhythmisch und choreographisch zum Teil erheblich. In diesem Tanzworkshop werden wir die wichtigsten Salsastile beleuchten und uns dann einem der Ursprünge, dem Mambo tipico (Salsa New York Style on 2) zuwenden.
Lebenslauf von Andreas Klik: siehe voriger Eintrag
Von der Forschungsidee zu ihrer Realisierung (Vortrag)
In diesem Vortrag betrachten wir zwei der schwierigsten Schritte, denen sich alle Forschenden stellen müssen: Wie werden Fragestellungen in Studiendesigns umgesetzt, und wie werden die Ergebnisse anschließend interpretiert? Anhand zahlreicher Beispiele aus der Psychologie zeigen wir auf, wie diese Schritte gelingen können, und üben Kritik an misslungenen Versuchen. Ihr erfahrt, wie psychologische Studien generell aufgebaut sind und welche Gedanken sich die Forschenden dabei machen. Außerdem stellen wir euch gängige Verfahren der psychologischen Forschung mit ihren Vor- und Nachteilen (vor allem aus der Sozial- und Kognitionspsychologie) vor. Aus der Statistik gezogene Schlüsse und Argumentationslinien aus wissenschaftlichen Artikeln diskutieren wir kritisch.
Vortrag von Sara Köser und Elisa Merkel.
Die maligne Transformation (Vortrag)
Zur Gestaltung des bunten Abends wollen wir gemeinsam wie in den
letzten Jahren ein Kabarettprogramm erarbeiten. Themen gibt es genug,
die liegen nicht erst seit Schwarz-Gelb auf der Straße. Lasst sie uns
in Pointen transformieren!
Voraussetzung für den Kurs ist Kreativität, Spaß am Auftreten sowie
die Bereitschaft, auch ein paar Überstunden zu machen, falls die Zeit
im Workshop nicht ganz für die Proben reicht. Wer schon vor dem
Workshop kabarettistische Texte (z. B. Sketche, Monologe, Lieder oder
Gedichte) schreibt, kann sie gern mitbringen oder vorher
schicken (Kontakt [at] tilmanlucke [dot] de).
Tilman Lucke feierte im September 2010 sein fünfjähriges Bühnenjubiläum als Kabarettist. Bisher spielte er vier politisch- literarische Soloprogramme: "Nebenbei bemerkelt" (2005), "Jetzt wird durchregiert!" (2007), "Schwämmle drüber!" (2008) und "Bildungslucke" (2010). Er ist 26 Jahre alt und wohnt in Berlin. 2007 und 2009 leitete er bereits Kabarettworkshops in der MinD-Akademie, seit 2004 mehrmals jährlich im CdE und seit 2010 auch in der Deutschen SchülerAkademie. Seit 2005 spielt er zudem auch im Ensemble des Alt- Berliner Kabaretts "Berliner Brettl".
Die maligne Transformation (Vortrag)
In der Onkologie bezeichnet Transformation den Übergang der normalen wachstumskontrollierten Zelle in eine unkontrolliert wachsende Tumorzelle. Lange Zeit waren die genauen Ursachen dieses Übergangs unklar. Heute weiß man, dass sich eine Tumorzelle von einer Normalzelle in gerade einmal vier Aspekten unterscheidet: Unfähigkeit zum geplanten Zelltod, Unabhängigkeit von aktivierenden Faktoren, Unempfindlichkeit gegenüber hemmenden Signalen und die Fähigkeit zur fast unbegrenzten Teilung. Im Labor können diese vier Unterschiede durch gezielte Veränderung von nur drei Genen induziert werden. Für die Transformation einer normalen Zelle im gesunden menschlichen Körper sind allerdings weitere und nach Art und Anzahl noch unbekannte Genveränderungen notwendig. Im Vortrag werden die molekularen und die zellulären Grundlagen der Krebsentstehung erläutert und die vielen noch ungelösten Fragen der aktuellen Krebsforschung gestellt und vielleicht auch beantwortet.
Prof. Dr. Oliver Müller (Lebenslauf):
Ausbildung: 1984 Abitur ++ 1985-1990 Studium der Physiologischen Chemie und Biochemie, Universität Tübingen ++ 1990 Diplomarbeit: "Analyse genomischer Veränderungen in Lebertumoren", Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Tübingen ++ seit 2004 Studium der Humanmedizin, Universität Bochum ++ seit 2010 Student im Praktischen Jahr (PJ) Universitätsklinik Homburg (Saar) Akademischer Werdegang: 1990-1992 Dissertation: "Untersuchungen zur Bedeutung der GTPase-aktivierenden Proteine (GAP) im ras-Signalweg" Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg ++ 1991-1992 Gastwissenschaftler bei Chiron Corporation Inc, Emeryville, USA ++ 1993-1994 Postdoktorand bei Onyx Pharmaceuticals Richmond, USA ++ 1994-2008 Arbeitsgruppenleiter, Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie Dortmund ++ 1998 Habilitation: "Entstehung, Diagnose und Therapie von Dickdarmkrebs auf molekulargenetischer und biochemischer Ebene" Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Chemie und Biochemie ++ 1999 Wissenschaftspreis Nordrhein-Westfalen ++ seit 2008 Professor (W2) für Applied Life Sciences (FH Kaiserslautern) ++
Transformationen in der Umwelt — Bedeutung und Identifikation (Vortrag)
Der Vortrag befasst sich mit verschiedenen natürlichen biogeochemischen Umsetzungen und Transformationen. Nutzen und Probleme solcher Transformationen sollen aufgezeigt werden, um die Relevanz für Mensch und Umwelt zu demonstrieren. Für Modellierungen im geoökologischen Bereich ist es notwendig, die Relevanz solcher Transformationen zu quantifizieren. Probleme, Möglichkeiten und aktuelle Forschungsansätze sollen aufgezeigt werden.
Dipl. Geogr. Carsten Schilli, Jahrgang 1976, studierte Geographie an der Ruhr-Universität Bochum mit dem Schwerpunkt Bodenkunde/ Geoökologie. Von 2002-2008 arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Stadtökologie und Bodenschutz (ISB) in Bochum. Seit 2008 ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Lehr- und Forschungsgebiet Boden- und Grundwassermanagement, Abteilung Bauingenieurwesen der Bergischen Universität Wuppertal. Er promoviert dort zum Thema "Identifikation von biogeochemischen Prozessen an Hand von Daten des Bodenmonitoring durch nichtlineare statistische Verfahren und künstliche neuronale Netzwerke".
Informatik - Die technische Disziplin zum Thema Transformation (Vortrag)
Keine Information ohne Repräsentation! Information bekommt Gestalt in Ziffern, Worten, Lauten, Bildern. Die Informatik definiert sich als die wissenschaftliche Disziplin, die Information in einer gegebenen Repräsentation in eine für die gestellte Aufgabe geeignetere transformiert. Ob elektrische Signale aus einem Computertomographen in Bilder von Tumoren oder ob Wetterwerte in Wetterkarten umgewandelt werden - überall wird für die gleiche Information eine neue Repräsentation erstellt. In meinem Vortrag möchte ich diese - oft landläufig wenig bewusste und beachtete - Sicht auf die Informatik herauskehren. Mit Plaudern über Textersetzungssysteme, wie zum Beispiel Markov Algorithmen, werden wir in das Thema eintauchen, um dann bei ein paar Gedanken zu Berechenbarkeit und zu Komplexitätstheorie vollends das forschende Kind in jedem Informatiker (und vielleicht auch in DIR) zu entdecken.
Frank Schütz ist promovierter Informatiker. Während seiner Promotion war er viele Jahre für das Grundstudium der Informatik an der TU München mit verantwortlich. Seit einigen Jahren arbeitet er für die InterFace AG als Berater und leitet mittlerweile stellvertretend die Geschäftsstelle in Nürnberg. Trotzdem zieht es ihn immer wieder an die Uni zurück. So hielt er im SS2010 zum Beispiel eine Übungsreihe in Verteilten Anwendungen an "seiner" TUM.
Das Motiv der Transformation in der mittelalterlichen keltischen Literatur (Vortrag)
Das Motiv der Transformation ist ein in der mittelalterlichen keltischen Literatur weit verbreitetes. In den überlieferten Erzählungen aus Irland und Wales lassen sich zahlreiche Beispiele verschiedener Verwandlungsprozesse finden, doch möchte ich mich in meinem Vortrag auf das Beispiel des irischen Helden Cú Chulainn beschränken, der in seinem Heldenleben gleich mehrere Transformationen durchläuft, die ihm zwar viel Ruhm bescheren, ihm aber letztlich auch zum Verhängnis werden. Weiterhin soll auch ein Blick hinter die Fassade der Erzählungen geworfen werden, Verbindungen zu den Sagenkreisen der klassischen Antike aufgezeigt werden und der den Motiven zugrunde liegende Mythos dechiffriert werden. Zum Abschluss wird eine religions- und kulturgeschichtliche Interpretation dieses Mythos stehen.
Bea Schweighöfer, M.A., geboren 1984, studierte Keltologie und Vor- und Frühgeschichte an der Philipps-Universität Marburg. Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich der vorrömischen Eisenzeit und der modernen Keltenrezeption. Studienbegleitend betreute sie unter anderem die Lehrsammlung des Seminars für Vor- und Frühgeschichte und arbeitete als Freiberuflerin im Bereich Museumspädagogik des Hessischen Landesmuseums Darmstadt und für das Landesamt für Denkmalpflege Hessen. Weiterhin engagiert sie sich ehrenamtlich im archäologischen Freilichtmuseum "Keltenwelt am Glauberg", plant, organisiert und leitet Exkursionen im Fachgebiet Keltologie der Universität Marburg und berät und begleitet Lehrkräfte bei archäologischen Projekten in Grund- und weiterführenden Schulen. Im Rahmen ihrer Dissertation am Seminar für Vor- und Frühgeschichte der Philipps-Universität beschäftigt sie sich zurzeit mit einer qualitativen Untersuchung zur historischen Darstellung der vorrömischen Eisenzeit.
Tims Transformationen (Vortrag)
"Tim & Struppi" gilt als spannende Unterhaltung. Doch dieser meisterliche Höhepunkt der belgischen Reporterliteratur des 20. Jahrhunderts von Georges Remi alias Hergé birgt vor allem profunde literarische Tiefe, nicht zuletzt zu Transformationen. Dies strengstwissenschaftlich aufzuzeigen und Tim/ Tintin als Transformationen-Epos zu lesen und wahrzunehmen, ist das Ziel dieses Vortrags. Wie ein gewisser Detektiv sogar sagen würde: es ist der Vortrag dieses Ziels.
Jan Sieckmann, Jahrgang 1971, ist Historiker, Neo-Tintinologe, bekennender Generalist und Onlinemarketing-Manager des Ferienhausvermieters www.Belvilla.de. Er lebt zusammen mit seiner Bücherwand und zwei kleinen reizenden Gitarren in Köln. Jan Sieckmann bietet individuell erstellte Kreuzworträtsel für Firmen oder Privat an.
Kölle — Eine Stadtführung
In einer knapp anderthalbstündigen Führung durch Teile der Kölner Altstadt spürst Du, warum Du wohl immer wieder magisch angezogen nach Köln zurückkehren wirst, und erfährst obendrein etwas zur jahrtausendelangen Kölner Stadtgeschichte. Köln, geb. Oppidum Ubiorum und verw. Colonia Claudia Ara Agrippiensium, ist ca. Jahrgang 38 v. Chr., kunstsinnige Quasi-Einwohnermillionärin und u.a. Deutschlands Bahnknotenpunkt. In ihrer Freizeit klüngelt sie, feiert Karneval oder hat schon einmal einen "Einfall".
Lebenslauf von Jan Sieckmann: siehe voriger Eintrag
Wie Computer beim Problemlösen helfen können (Vortrag)
Probleme lösen gehört zum Wichtigsten, was Menschen tun könn(t)en, der
Computer zum Nützlichsten, was Menschen erfinden konnten, und
natürlich helfen Computer heute bei zig Aspekten des Problemlösens
(und der Problementstehung). Aber Menschen ganz unmittelbar beim
Nachdenken zu helfen - dazu werden Computer verblüffenderweise eher
selten und unsystematisch benutzt.
Der Vortrag zeigt mögliche Ansätze: Wir untersuchen die Verbindung von
"Gedankennährböden" und Werkzeugen zum Problemlösen, und damit es kein
allzu praxisferner Schlauschnack wird, stellen wir vor, wie
Mindmapping-Software (kostenlos und Open Source) beim Einsatz von
Kreativitätstechniken helfen kann.
Thomas Teepe, Jahrgang 1971, studierte in Münster Mathematik und Physik und promovierte mit einer Arbeit über genetische Algorithmen. Er arbeitet heute als versicherungsmathematischer Berater und - mit den Themen Problemlösen und Projektmanagement - in der Erwachsenenbildung.
Gedanken-Text-Transformationen (Workshop)
Transformationspraxis. Wie kommt ein Gedanke auf das Blatt? Schreiben kommt vom Schreiben, es ist einfach Übungssache. In diesem Workshop werden zwar ein paar hilfreiche Bücher vorgestellt, aber wichtiger ist es selbst Hand an das Papier zu legen. Mit Hilfe der Cluster-Technik verdichten wir unsere Gedanken von amorphen ungreifbaren Gebilden in unserem Kopf zu Clustern und schließlich zu kleinen Texten. Die perfekte Metamorphose.
Stefan Wladarsch, 1966 in Ingolstadt geboren, Studium der physikalischen Technik an der FH München; Mitarbeit in der Chaosgruppe der TU-München (u.a. AK Philosophie; Mitarbeit bei einem Seminar über Nietzsche und Chaos); Seit der frühsten Jugend Kontakt zur Theaterarbeit (seit 2002 Jahren vor allem als Impro-Theaterspieler) und seit mehr als 25 Jahren schriftstellerisch tätig (u.a. mehrere veröffentlichte Kurzgeschichten, regelmäßige Lesungen von Poesie); arbeitet im Brotberuf als Qualitätsmanager und ist "Teilzeitvater".