Mind-Akademie 2019

Kopf oder Zahl

Programm der Mind-Akademie 2019

Den Programmplan findest Du hier als PDF.

Neu bei der MinD-Akademie Workshop

03.10., 16:00 Uhr, Benz
Otmar Seckinger

Die MinD-Akademie ist eine bunte Mischung von Menschen. Für wenige ist es die 17te Akademie, für viele die zweite oder dritte und für manche die erste.
Der Workshop dient dazu allen die zum ersten mal eine MA (kurz für MinD-Akademie) besuchen, den Einstieg geschmeidiger zu machen. Gern gesehen sind aber auch ein paar "Alte Hasen" um einen Austausch zu ermöglichen.
Der Slot ist eine bunte Mischung aus Geschichtsstunde, Kennenlernrunde und Vernetzungsplattform.

Zu Otmar Seckinger

Dipl.Inf.(FH), B.Sc.Psych. Aktueller Jobtitel: oPOsSuM. Dozent an der TH Nürnberg. Erfolgreicher Bullshit-Bingo-Gewinner.
Seit der ersten Akademie bei MHN dabei in immer wieder neuen Rollen. Ideen spinnen und neues ausprobieren sowohl bei MHN als auch drum herum ist eine der Kernkompetenzen.

Psycholinguistik Vortrag

03.10., 16:00 Uhr, Toulon (A030)
Prof. Dr. Barbara Mertins

Zu Prof. Dr. Barbara Mertins

Prof. Dr. Barbara Mertins ist seit 2015 Professorin für Linguistik des Deutschen mit dem Schwerpunkt empirisch-funktionale Analyse: Psycholinguistik an der TU Dortmund. Sie forscht zum Zusammenhang zwischen sprachlichen Strukturen, mentalen Prozessen und der Repräsentation grammatischen Wissens. Dabei interessiert sie sich insbesondere für die Sprachproduktion von bilingualen Sprechern sowie für Sprachstörungen (z.B. Aphasie). Sie bedient sich empirischen Methoden der Psycholinguistik, vor allem Eye-Tracking. Nach dem Studium der Sprachwissenschaft, Philosophie und deutschen Literatur an den Universitäten Prag, Freiburg, Basel und Strasbourg forschte sie am MPI für Psycholinguistik und wurde 2004 von der Universität Nijmegen mit einer Arbeit über den Ausdruck der Simultanität im Zweitspracherwerb promoviert. Von 2005 bis 2014 forschte und lehrte sie an der Universität Heidelberg. Dort habilitierte sie auch 2012. Frau Mertins ist verheiratet und hat zwei bilingual aufwachsende Kinder.

Kopf und Zahl: Warum wir lieber mit Maschinen Rechnen! - eine Tour d‘Horizon über die Erfindung des Computers Vortrag

03.10., 16:00 Uhr, Windsor (A309)
Prof. Dr. Ina Prinz

!!! Fällt aus !!!

Zu Prof. Dr. Ina Prinz

Professor Dr. Ina Prinz ist Professorin für Mathematik- und Informatikgeschichte der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Als Direktorin des Arithmeums betreut sie die weltweit umfassendste Sammlung historischer Rechenmaschinen und kuratiert regelmäßige Sonderausstellungen zu einzelnen Themengebieten des maschinellen Rechnens. Im Dezember 2019 wird zum 20jährigen Jubiläum des Arithmeums eine Ausstellung zur Mathematik und Ästhetik des Chipdesigns eröffnet.

Der Kopf in der Schlinge – so geht's dem Täter an den Kragen! Vortrag

03.10., 20:00 Uhr, Benz
Dr. Mark Benecke

Jeder Mensch hinterlässt eine große Zahl an Spuren, wo auch immer er sich bewegt. An einem Tatort diejenigen herauszufiltern, die am Ende den Täter oder die Täterin überführen, ist nicht immer einfach. Hinzu kommen die Spuren, die die Natur liefert – zum Beispiel Maden und Würmer in verwesenden Leichen. In seinem Vortag stellt Mark Benecke einige seiner spannendsten und interessantesten Fälle vor. Aber Achtung: Die zahlreichen Bilder von Tatorten und Opfern sind nichts für zarte Gemüter.

Zu Dr. Mark Benecke

Dr. Mark Benecke ist ein deutscher Kriminalbiologe und Spezialist für forensische Entomologie. Er ist darüber hinaus Ausbilder an deutschen Polizeischulen sowie Gastdozent in den Vereinigten Staaten, Vietnam,Kolumbien und auf den Philippinen.

Er studierte Psychologie und Biologie an der Universität Köln, wo er anschließend über genetische Fingerabdrücke promoviert wurde. Zusätzlich dazu absolvierte er mehrere polizeitechnische Ausbildungen in den USA, u. a. an der FBI-Akademie.

Benecke wird als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger herangezogen, um biologische Spuren bei vermuteten Gewaltverbrechen mit Todesfolgen auszuwerten. In der Öffentlichkeit bekannt wurde Benecke durch seine Vorträge, mit denen er regelmäßig durch Deutschland tourt, und durch Auftritte in verschiedenen Fernsehsendungen und Talkshows. Benecke veröffentlichte mehrere populärwissenschaftliche Bücher, unter anderem über Kriminalfälle, Kriminalbiologie und das Altern aus biomedizinischer Sicht.

Frei improvisierte Musik - nicht nur zählen, auf den Kopf kommt es an Workshop

03.10., 20:00 Uhr, Toulon (A030)
Stefan Wladarsch

Eines der interessantesten Experimente, an denen ich teilnehmen durfte, war der Workshop „Freie Improvisation“ mit Jim Dvorak (1990).
Beim Workshop 2017, haben wir, trotz der Kürze des Workshop einiges hin kriegen, damals haben wir uns stark an afrikanischer Polyrhythmik orientiert.
Diesmal geht es um "Freiere Formen". Und wieder brauchen wir keine Instrumente, die Stimme und der eigene Körper (Stichwort Bodypercussion) reichen aus, doch wer will kann auch sein Instrument mitbringen.
Am Anfang werde ich kurz was über "normale (Jazz-)Improvisation" bis hin zum Free-Jazz erzählen, aber diesmal stehen Jims Übungen im Vordergrund. Und es geht auch um die Fragen welcher Rhythmus zählt und wie viele Leute können gleichzeitig ein Solo spielen. Es kann also schräg werden - aber das haben wir selbst in der Hand (bzw. im Kopf).

Zu Stefan Wladarsch

Jahrgang 1966, ist mit dem Musiktheater aufgewachsen (Onkel ist Opernsänger und Regisseur),
seit ca. 1980 selber Musiker (Gitarre, Schlagzeug, Bass) und in verschiedenen Chören,
verschiedene Workshops zu Musik, Theater und Tanz (Contact),
von 2002 – 2013 fester Musiker und Schauspieler in einer Impro-Theatergruppe
Seit her „Freischaffend“ u.a. etliche Auftritte mit den Irrationalen auf der MinD-Akademie
Brotberuf: Qualitätsmanager und Sicherheitsingenieur

Das Wright Fisher Modell und die Binominalverteilung oder Was ist Evolution Vortrag

03.10., 20:00 Uhr, Windsor (A309)
Dipl. Biomath. Mirco Schultka

Mir hat das Wright Fischer Modell sehr geholfen die Evolution mit den Evolutionsmechanismen besser zu verstehen,
insbesondere das Verhältnis von Gendrift und Selektion.

Auch passt dieser Vortrag sehr gut zum Gesamtthema Kopf oder Zahl. Denn, der mathematische
Kern des WF Modells ist die Binominalverteilung. Hier wird N mal eine Münze mit Erfolgswahrscheinlichkeit p geworfen,
also Wahrscheinlichkeit für Zahl ist p, Wahrscheinlichkeit für Kopf ist q=1-p.

Ein Anliegen dieses Vortrages ist es auch, die Stochastik dem Hörer schmackhaft zu machen,
und einen kleinen ersten Einblick in die Reichhaltigkeit stochastischer Fragestellungen zu erhalten.
Denn stochastische Modellierung ist weit mehr als bloß 49 über 6 (Lotto)

Zu Dipl. Biomath. Mirco Schultka

Abitur 2002 in Uelzen am Lessing Gymnasium
Von 2003 bis 2008: Studium der Biomathematik in Greifswald
Zur Zeit: Promotion am Lehrstuhl für Biomathematik und Statistik in Greifswald
Meine Interessenschwertpunkte sind dabei stochastische Modellierung in der Biologie (z.B. Markovketten und Brownsche Bewegung),
Physiologie (z.B. Ionenkanäle, Pflanzenwurzeln, Photosynthese), Molekularbiologie;
Differentialgleichungen, Statisitik, ...

weitere Interessen sind Phonologie und Phonetik, Mesopotamien, Philosophie der Naturwissenschaften,
Verhältnis Naturwissenschaft und Glaube, strategische Spiele (Schach, Go, Bridge), Klavier, Tischtennis,
Fremdsprachen

Falsche Dichtomien, oder: Der Rand der Münze ist oft breiter als man denkt Vortrag

04.10., 09:00 Uhr, Berta Benz
Dr. Daniel Wessel

Das Thema der Akademie ist "Kopf oder Zahl", und ja, das ist das, woran man denkt, wenn man eine Münze wirft. Ist auch oft nicht verkehrt, oft weiß man spätestens im Flug, was man eigentlich will. Aber Kopf oder Zahl sind nicht alle Ergebnisse, die als Ergebnis rauskommen können. Es gibt noch den Rand der Münze. Und der ist manchmal erstaunlich groß.
In diesem Vortrag geht es um falsche Dichotomien, einem verbreiteten Denkfehler. Von einer einfachen "es gibt nur Kopf oder Zahl" Sicht (falsche Dichotomie) hin zu "da gibt es eine ganze Menge dazwischen". Mit Ausflügen u.a. zu Polarisierung, Diskussionskultur, kritischem Denken, oder sehen was nicht da ist. Mit dem Ziel, eine differenziertere Weltsicht einnehmen zu können als eine reine schwarz-weiße "Kopf oder Zahl" Sicht.

Zu Dr. Daniel Wessel

Blind in viele Dinge hineingelaufen, aber für das Lehrgeld auch mit einer eigenen Perspektive herausgekommen. Ich würde sagen, dass es das wert war, aber ich weiß nicht, wie es anders gelaufen wäre. Weitere relevante Punkte für die Mind-Akademie: Ich konnte mich nicht zwischen Psychologie und Informatik entscheiden, ich hab' Psychologie genommen, weil Computer einfach sind (die machen, was man ihnen sagt). Letztendlich bin ich im Bereich zwischen (Medien-)Informatik und Psychologie gelandet. Diplom in Psychologie (das gibt auch Infos über mein Alter), Promotion in Psychologie (im Bereich mobile Medien), und derzeit an einer Uni, u.a. im Bereich Medieninformatik und E-Government, tätig. Und generell neugierig, v.a. was Menschen und was Technik betrifft.

Albträume: Ursachen und Behandlung Vortrag

04.10., 09:00 Uhr, Carl Benz
Prof. (apl.) Michael Schredl

Albträume werden von vielen Menschen zumindest gelegentlich erlebt. Allerdings ist auch die Albtraumstörung, bei der Albträume so häufig auftreten, dass sie das Wachleben klinisch signifikant beeinträchtigen, mit ca. 5% recht häufig in der Allgemeinbevölkerung. Zur Erklärung der Albträume wird ein Veranlagungs-Stress-Modell herangezogen. Auch das Erleben von Traumata und einige Medikamentengruppen können zu Albträumen führen. Obwohl es wirksame Therapieansätze gibt, ist die Albtraumstörung unterdiagnostiziert (es wird selten explizit danach gefragt) und unterbehandelt. Auch die Betroffenen selbst wenden sich selten an professionelle Helfer. Die am besten evaluierte Behandlungsstrategie ist die „Imagery Rehearsal Therapy“, die aus drei Schritten (Konfrontation, Bewältigung, Einüben) besteht. Aufklärungsarbeit ist notwendig, damit die Versorgungssituation für betroffene Personen verbessert werden kann.

Zu Prof. (apl.) Michael Schredl

Wissenschaftlicher Leiter des Schlaflabors des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit, Mannheim. Seit 1990 im Bereich der Traumforschung tätig, Herausgeber der Zeitschrift "International Journal of Dream Research".

Und hinter all den Zahlen eine neue Welt? - Von Kryptographie zur Blockchain und neuen Formen der Organisation Vortrag

04.10., 09:00 Uhr, Toulon (A030)
Dr. Tobias Kästner

Zahlen und Mathematik bilden die Grundlage für eine noch relativ junge Technologie, die in ihrem Kern den Austausch von Werten auf eine ähnliche Weise verändern kann, wie es zuletzt das Internet für den Austausch Informationen getan hat. Auch wenn der hierfür bemühte Begriff Blockchain im Grunde zu kurz greift und viel zu viele, viel zu unterschiedliche Dinge in einem Schlagwort vereint, lohnt sich ein zweiter Blick auf das, was jenseits von digitalem Goldrausch und Bauernfängerei noch so alles damit möglich wäre. Und interessante Anwendungen gibt es tatsächlich eine ganze Menge: Sei es z.B. die Autonomie über die eigenen Daten wiederzuerlangen, eine gerechtere Vergütung von Kunstschaffenden zu ermöglichen, neue Formen ein Unternehmen zu führen, Wohltätigkeit zu organisieren oder gar politische Systeme zu reformieren. Vieles wird gerade erdacht und erprobt. Und davon will der Vortrag einiges berichten ohne sich im 1x1 der Algorithmen und Datenstrukturen zu verlieren.

Zu Dr. Tobias Kästner

Tobias Kästner hat in Jena Physik studiert und einige Jahre am Lehrstuhl für Quantentheorie geforscht und gearbeitet. Von dort hat er seine Faszination für komplexe Systeme an jede nachfolgende Station mitgenommen und ist tatsächlich auch immer wieder auf eben solche komplexen Systeme gestoßen. Heute arbeitet er meist als agiler Coach mit Scrum Teams und anderen komplexen adaptiven Systemen oder entwirft als Softwarearchitekt Lösungen für eine immer komplexer vernetzte Informationsgesellschaft. Seine Interesse gilt allem, was Feedback generiert und sich auch sonst nicht-linear und damit interessant verhält.

Aleatorische Kunst - Der Zufall macht die Kunst. Workshop

04.10., 09:00 Uhr, Windsor (A309)
Alexander Scivos

Unter Aleatorik (von lat. aleatorius „zum Spieler gehörig“, alea „Würfel, Risiko, Zufall“) wird in Musik, Kunst und Literatur die Verwendung von nicht-systematischen Operationen verstanden, die zu einem unvorhersehbaren, zufälligen Ergebnis führen.

In meinem Workshop werden wir uns spielerisch dem Begriff nähern und einige Kunstwerke generieren, die dann im Lauf der Akademie von allen Teilnehmern und / oder dem Zufall einer laufenden Veränderung
unterworfen sind.

Zu Alexander Scivos

ALEXANDER SCIVOS
geboren am 20.11.1972 ist einer der Gründer von MHN. Er hat Biologie, Mathematik und Informatik in Freiburg, Moskau und Kanada auf Diplom studiert. Aktuell arbeitet er als Referent für Schulungen bei SAP.
Er interessiert sich sehr für Kunst, zeichnet jeden Tag eine kleine Skizze und hat auf dem MinD-Camp schon einen Workshop zum Thema Land Art geleitet und mehrfach bei der documensa teilgenommen.
Seine Interessen sind darüber hinaus Naturschutz, Philosophie, Spiele erfinden, Radfahren und Wandern.

Erbsenzählen oder Glaskugel? Wie Versicherungsprämien gemacht werden Vortrag

04.10., 10:30 Uhr, Berta Benz
Dr. Michael Fackler

Versicherung hört sich langweilig und bürokratisch an, ist aber oft spannender, als es der Branche lieb ist, besonders bei der Kalkulation der Prämien (Preise). Die versicherten Gefahren ändern sich manchmal rasch, z.B. durch Klimawandel oder soziale Trends. Dazu gibt es immer wieder Interesse an neuen Deckungen, z.B. für Risiken aus dem Internet, oder für Spezialfälle, z.B. das Knie eines Fußball-Stars. Daher kann man nicht immer mit Standardmethodik und etablierten Schadendatenbanken arbeiten, sondern muss sich neue Methoden und oft auch neue Datenquellen erschließen.
Der Vortrag wird an einigen Beispielen illustrieren, wie man Wahrscheinlichkeiten für gewisse Gefahren einschätzen kann, auch wenn zu Projektbeginn alle behaupten, dass es dazu keinerlei brauchbare Daten gibt.

Zu Dr. Michael Fackler

Dr. Michael Fackler stammt aus einer Allgäuer Musikerfamilie, er ist langjähriges Mitglied und häufiger Referent bei Mensa und MHN. Seine Ausbildung verlief unkonventionell: Er studierte (hauptsächlich) Mathematik, lernte parallel drei Fremdsprachen, begann zu arbeiten und parallel eine nebenberufliche Mathematik-Promotion, die er 2017, nach über 20 Jahren Berufstätigkeit, mit summa cum laude abgeschlossen hat.
Michael Fackler arbeitet als freiberuflicher Aktuar (geprüfter Versicherungsmathematiker) in der Rückversicherung und ist spezialisiert auf die Prämienkalkulation von Versicherungs-Deckungen, für die jemand eine neue Kalkulationsmethode braucht oder wo es noch gar keine Methode gibt.

Über den Schlaf und das Gedächtnis Vortrag

04.10., 10:30 Uhr, Carl Benz
Dr. Gordon Feld

Schlaf drüber – manche treffen Entscheidungen erst nach einer Nacht Schlaf, andere werfen einfach eine Münze. Feststeht, dass der Mensch im Durchschnitt ein Drittel seines Lebens in einem reversiblen Zustand der Bewusstlosigkeit, also schlafend, verbringt. Schlaf konnte bei allen bisher untersuchten Tieren, sogar bei Quallen und Bienen, nachgewiesen werden. Schlaf scheint für das Gehirn so wichtig, dass Vögel im Flug und Delphine Unterwasser spezielle Formen des Schlafes entwickelt haben, bei denen jeweils nur ein Teil des Gehirns schläft. Im Schlaf werden Gedächtnisinhalte wiederverarbeitet, die zuvor am Tag gelernt worden sind. Dabei werden sie verstärkt und transformiert, wodurch Regelmäßigkeiten und sogar neue Erkenntnisse abgeleitet werden können. Die Veränderung der Kommunikation zwischen Neuronen, die Neuroplastizität, spielt dabei eine entscheidende Rolle. In meiner Forschung beschäftige ich mich damit, welche neuronalen Botenstoffe in diesem Vorgang federführend sind.

Zu Dr. Gordon Feld

I am currently a group leader at the Central Institute of Mental Health in Mannheim working on the influence of sleep on addiction and my broad research interest is how sleep influences memory functions. Therefore, after studying psychology at the University of Mainz, I pursued a PhD with Jan Born at the University of Tübingen, which mainly focused on the neurochemicals that are relevant for strengthening memory during sleep. I am also interested in making the main findings of the sleep and memory field, the beneficial effects of sleep on memory, accessible to the broader public and encourage application. Recently, I had the opportunity to work at UCL in Hugo Spiers’ lab for two years, where we ran studies that investigate how sleep influences complex associative memory and reward representations in fMRI.

Personalentwicklung am Beispiel des KIT – Kopf oder Zahl Vortrag

04.10., 10:30 Uhr, Toulon (A030)
Dr. Anke Diez

In diesem Vortrag werden Sie einen Einblick in die Arbeit einer Personalentwicklerin bekommen. Kopf oder Zahl – zeigt ein Spannungsfeld zwischen dem Einzelnen und der Gruppe und den Gesamtzielen der Organisation auf.
Wir arbeiten immer mit verschiedenen Perspektiven in der PE und bewegen uns in einem Spannungsfeld:

- zwischen der systemorientierten Personalentwicklung, der ein gewisser Systemzwang inne wohnt;
- und dem individuellen Bildungsansatz, der sehr stark auf Selbstbestimmung setzt.

Dieses Feld gilt es auszutarieren. Das gilt insbesondere dann, wenn man ein PE-Konzept für eine wissenschaftliche Institution entwickeln hat, die die Besonderheit inne hat ein sogenannter Durchlauferhitzer zu sein.

Zu Dr. Anke Diez

- Studium des Lehramtes (Theologie / Deutsch und Theaterpädagogik) (1. Staatexamen)
- Studium der Diplom-Pädagogik (Schwerpunkt Erwachsenenbildung) und Sprecherziehung an der Universität Koblenz/Landau
- Master in General Management, Malik St. Gallen
- Berufsbegleitende Promotion auf dem Themengebiet Personalentwicklung für technische Forschungseinrichtungen
- 7 Jahre Leitung Hochschuldidaktik an der Universität Karlsruhe
- 9 Jahre Leitung Wissenschaftliche Weiterbildung
- Seit 2011 Leitung der Personalentwicklung am KIT
- Aktuell Leitung der Dienstleistungseinheit Personalentwicklung und Berufliche Ausbildung

Explosionsschutz - aus Unfällen lernen Vortrag

04.10., 10:30 Uhr, Windsor (A309)
Dr. Berthold Dyrba

Explosionsschutz muss in vielen Industriezweigen realisiert werden, um der Zerstörung von Anlagen und dem Schutz von Menschenleben gerecht zu werden.
Berichtet wird über ein Explosionsereignis mit zwei Toten und acht Verletzten.
In einer interaktiven Übung werden die möglichen Ursachen erarbeitet und analysiert, um geeignete Schutzmaßnahmen abzuleiten.
Zusammenfassend wird ein Film gezeigt, der auch als Unterweisungsfilm für Betriebe mit Explosionsgefahren geeignet ist.

Zu Dr. Berthold Dyrba

Dr. Berthold Dyrba
Er ist Geschäftsführer der Firma „Dyrba & Kollegen Explosionsschutz GmbH.
Nach dem Studium der Verfahrenstechnik 1974, der Promotion zum Thema Explosionsschutz, der sechsjährigen Tätigkeit als Sicherheitsingenieur und der fünfjährigen Leitung eines Staublabors war er ab 1990 als Technischer Aufsichtsbeamter und Leiter des Fachbereiches „Explosionsschutz“ bei der BG Rohstoffe und chemische Industrie tätig.
Ab 2016 wirkte er als Freiberufler und gründete 2017 die oben genannte Firma.
Durch seine Mitgliedschaft in nationalen und internationalen Gremien, der Begleitung von Forschungsvorhaben, der Untersuchung von Unfällen, der Beratung von Mitgliedsunternehmen, der Referententätigkeit sowie der federführenden Bearbeitung der Explosionsschutz-Regeln (EX-RL) wurden ca. 220 Fachveröffentlichungen und ca. 30 elektronische bzw. drucktechnische Erzeugnisse publiziert sowie weit über 300 Fachvorträge gehalten. Er leitet die Weiterbildung zum Fachberater Explosionsschutz FBEx®.

Unterschätzte Unsicherheiten in der Statistik und deren interessensgeleitete Nutzung - am Beispiel Wahlumfragen und Mammografie Vortrag

04.10., 13:00 Uhr, Berta Benz
Prof. Dr. Gerd Bosbach

Wir müssen mit komplexen Unsicherheiten – eben nicht nur Kopf oder Zahl – leben. So weit, so klar. Interessensgeleitet werden einige Unsicherheiten – obwohl leicht abschätzbar – bewusst für die breite Öffentlichkeit vernebelt. Das wird am Beispiel von Wahlumfragen und der Wirkungen von Mammografie-Tests exemplarisch gezeigt. Mögliche Gründe dafür werden benannt.
Gerne erweitert der Referent das Thema auf Bevölkerungsprognosen (-modellrechnungen).
Die Frage, was eine aufgeklärte Öffentlichkeit tun kann, soll das Thema abrunden.

Zu Prof. Dr. Gerd Bosbach

Prof. Dr. Gerd Bosbach lehrt Statistik und Empirie an der Hochschule Koblenz, Standort Remagen.
Forschungsschwerpunkte: Statistik-Missbrauch, Arbeitsmarkt- und Bevölkerungsstatistik (Demografie), Armut (im Alter), volkswirtschaftliche Aspekte der Gesundheitsfinanzierung

Tiefen Einblick in die amtliche Statistik und den Umgang der Politik mit diesen Daten erhielt er bei seiner Tätigkeit im Statistischen Bundesamt, dort vor allem in der Bonner Beratungsstelle, wo er verantwortlich Finanz- und Wirtschaftsministerium und die wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages beriet. Nach einem Abstecher als Ausbilder von Informatik-Assistenten kehrte er zur Statistik zurück und zwar in die Abteilung Statistik der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung. Seit 1999 ist er als Professor tätig, erst in Ansbach (Franken) und seit 2002 in Remagen.

Zum persönlichen Eindruck:
www.youtube.com/watch?v=-P-3Ck2mjXY (bei Pelzig)
www.youtube.com/watch?v=bQ32mUNWlXc (in nano, 3SAT)

Regionaler Klimawandel in Europa, Deutschland und vor Ort: Diagnose, Prognose und Folgen Vortrag

04.10., 13:00 Uhr, Carl Benz
Dr Peter Hoffmann

Lange Messreihen weltweit, in Europa, Deutschland und vor Ort zeigen einen rasanten Anstieg der Temperatur in den letzten Jahrzehnten im Vergleich zu vorindustriellen Bedingungen. Allein durch natürliche Variationen im Klimasystems lässt sich diese Entwicklung kaum erklären. Durch den bislang nahezu ungebremsten Ausstoß von Treibhausgasen bei der Verbrennung fossiler Energieträger zur Energiegewinnung verstärkt sich der natürliche Treibhauseffekt und es wir allmählich wärmer.

Die menschliche Wahrnehmung der bereits stattgefundenen klimatischen Veränderung ist oftmals sehr subjektiv und überlagert durch viele Einflussfaktoren. Klimatologische Größen wie die Jahresmitteltemperatur sind daher nur schwer mit einer eigenen Betroffenheit in Zusammenhang zu bringen. Die Anzahl der Tage mit extremer Hitze oder extremer Witterung schon eher. So hat sich bereit jetzt die Anzahl der Tage über 30°C gegenüber den 70er und 80er Jahren verdoppelt und die beiden letzten Sommer waren die heißesten.

Zu Dr Peter Hoffmann

1991-1991 Schulabschluss mittlere Reife
1991-1995 Berufsausbildung zum Prozessleitelektroniker in der Chemieindustrie
1995-1996 Facharbeiter in der Chemieindustrie
1996-1997 Zivildienst
1997-1999 Facharbeiter im Elektrohandwerk
1999-1999 Erwerb einer Sonderhochschulberechtigung für Meteorologie
1999-2005 Studium für Meteorologie an der Universität Leipzig
2006-2011 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Meteorologie in Leipzig
2011-2011 Promotion: Meteorologie der Hochatmosphäre
2012-2019 Wissenschaftler am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung

"Kopf oder Zahl" - Compliance im Einkauf - Effizientes und nachhaltiges Lieferantenmanagement Vortrag

04.10., 13:00 Uhr, Toulon (A030)
Stefan Hendriks

Einzug sozialer und nachhaltiger Themenstellungen in die Wirtschaft.
Welcher Umdenkprozess wurde vollzogen?
Welche Weiterentwicklungen stehen, im Zeitalter der Digitalisierung, an?

In drei Abschnitten soll der Vortrag, auf unterhaltsame Weise, darstellen wie die Themenstellungen der Nachhaltigkeit und Compliance Teil der Unternehmensstrategie geworden sind und wie sie in die Unternehmensbereiche abgeleitet werden (hier am Beispiel des Einkaufs).

Zu Stefan Hendriks

Abitur am Landrat-Lucas-Gymnasium, Leverkusen (1989)
Studium der Volkswirtschaftlehre mit Abschluss als Diplom Volkswirt, Universität zu Köln (1997)
4 Jahre tätig in der Industrie, Großbritannien (1995 – 1998)
Seit >20 Jahren Unternehmensberater mit Fokus auf Supply Chain Management, Einkauf, Restrukturierung und Transformation
Seit >5 Jahren Dozent an der CBS Cologne Business School (Cost Management & Supplier Relationship Management)

WHOIS google.com? How big corps want your DNS data and what you can do about it Vortrag

04.10., 13:00 Uhr, Windsor (A309)
Ole Michaelis

DNS is a protocol as old as the Internet. Yet we only notice it when it’s not working, or when some company acquires a cool IP to run their own resolvers. But lately there's a new, cool kid in town: DNS-over-HTTP, or DoH.
In this talk, I want to answer the question you all had when you read it the first time: Why? Why would anyone really want to do this? After we explore the motivation behind this, we’ll look a bit into the implementation details and the current status of the effort.

Zu Ole Michaelis

Ole Michaelis is the co-founder of SoCoded, a hackfest and web development conference in Hamburg. He’s a Software Engineer working for DNSimple making domain management automation a breeze. In his free time, he’s building slidr.io, a hazzle-free slide sharing platform. Ole is passionate about open source software, enjoys traveling, and loves Mexican food. He classifies himself as a 'bad' German as he dislikes beer and soccer – the traditional German past-times.

Wie bekommen wir die Ethik in den Code? Vortrag

04.10., 14:30 Uhr, Berta Benz
Lajla Fetic

Lajla Fetic spricht über das Thema Ethik bei Algorithmen.

Zu Lajla Fetic

Lajla Fetic ist als Projekt Manager im Projekt „Ethik der Algorithmen“ der Bertelsmann Stiftung tätig. Zuvor hat sie bereits zu den Themen Digitalisierung und Automatisierung gearbeitet, so unter anderem für das Berliner Think Tank Stiftung Neue Verantwortung und im Rahmen einer internationalen Beratung für die Plattform Industrie 4.0. Gleichzeitig studiert sie an der Hertie School of Governance im Master Public Policy mit Fokus auf die digitale Transformation des öffentlichen Sektors.

Technikfolgenabschätzung Vortrag

04.10., 14:30 Uhr, Carl Benz
Prof. Dr. Michael Decker

Der Wurf einer Münze und damit der Zufall hat sich bei vielen Entscheidungen schon als gangbarer Weg der finalen Entscheidungsfindung erwiesen. Auch technisch ist ein Zufallsentscheid - etwa über einen Zufallszahlengenerator - vergleichsweise einfach implementierbar. Aber in welchem Sinne entscheiden Maschinen? Das Technik immer "autonomer" wird, wird jedenfalls von den Technikentwicklerinnen und -entwicklern schon länger propagiert. Autonomen Robotersystemen werden seit geraumer Zeit autonome Entscheidungsfähigkeiten zugeschrieben. Typischerweise erfolgen technische Entscheidungen datenbasiert, gesteuert durch eine Software, die dann gegebenenfalls über Aktuatoren Veränderungen in der Umwelt des Robotersystems vornehmen kann. Die jüngsten Errungenschaften der Künstlichen Intelligenz-Forschung versprechen hier - eingesetzt in der Steuerungssoftware - große Fortschritte, weil technische Systeme dann eigenständig lernen, um entsprechend bessere Entscheidungen treffen zu können.

Zu Prof. Dr. Michael Decker

Prof. Dr. Michael Decker
Michael Decker ist Professor für Technikfolgenabschätzung und seit 2015 Leiter des Bereichs Informatik, Wirtschaft und Gesellschaft des KIT. Zuvor war er Institutsleiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS). Er ist Diplom-Physiker, promovierte an der Universität Heidelberg und habilitierte sich an der Universität Freiburg mit einer Arbeit zur Technikfolgenforschung. Seine Forschungsgebiete sind Konzeptionen der Technikfolgenabschätzung (TA), Methodik interdisziplinärer Forschung und TA autonomer Systeme. Herr Decker ist Vorsitzender des Beirats „Innovations- und Technikanalyse“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), Vorsitzender des Fachbeirats „Technik im Dialog“ des Vereins der Deutschen Ingenieure (VDI) sowie Sprecher des Netzwerks TA.

Was des Kaisers ist: Geld in der Antike Vortrag

04.10., 14:30 Uhr, Toulon (A030)
Prof. Dr. Johannes Wienand

Geld ist aus unserer heutigen Gesellschaft nicht wegzudenken. Aber wie hat es sich historisch entwickelt? Welche Bedeutung hatte Geld in der Antike, als das Münzgeld entwickelt wurde und sich nach und nach im Mittelmeerraum als Zahlungsmittel etablieren konnte? Und wie lässt sich diese Frage überhaupt beantworten? Welcher Stellenwert kommt antiken Münzen in der heutigen Geschichtsforschung zu, und was ist das besondere an einer antiken Münze als historischem Zeugnis? Dieser Vortrag widmet sich antikem Münzgeld aus der Perspektive der heutigen Forschung. Dabei werden die Entwicklung und der Gebrauch von Münzgeld in der Antike reflektiert, im Kern wird es aber darum gehen, wie antike Münzen heute als historische Zeugnisse erfoscht werden und welche Rolle ihnen als kulturelles Erbe zukommt.

Zu Prof. Dr. Johannes Wienand

Prof. Dr. Johannes Wienand bekleidet die Professur für Alte Geschichte an der Technischen Universität Braunschweig und leitet das Münzkabinett des Herzog Anton Ulrich-Museums. Er hat Geschichte und Philosophie in Tübingen, Wien, Konstanz und Pittsburgh PA studiert und an der Universität Konstanz eine Doktorarbeit geschrieben. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten in Konstanz, Heidelberg, Düsseldorf und Frankfurt und hat Forschungsaufenthalte in Berlin, Cambridge (UK) und München absolviert. In seiner Forschung geht er der Frage nach, wie Monarchie und Demokratie in der Antike funktioniert haben und was Politik, Religion und Krieg miteinander zu tun haben. Er hat den deutschlandweiten Forschungs- und Digitalisierungsverbund ‚Netzwerk universitärer Münzsammlungen in Deutschland‘ (NUMiD) gegründet und leitet das DFG-Netzwerk 'Interner Krieg. Gesellschaft, soziale Ordnung und politischer Konflikt im Altertum'.

Wie ein Querbahnsteig einen Bahnhof zum "Kopf"bahnhof macht und andere Weisheiten aus der Welt der Eisenbahn Sonstiges

04.10., 14:30 Uhr, Windsor (A309)
M.Sc. Christian Rosenkranz

Wir beginnen bei den Notwendigkeiten, die einen Bahnhof zum Kopfbahnhof machen, setzen unsere Reise dann durch die Vor- und Nachteile dieses Bahnhofstyps fort, biegen vielleicht ab zum Anschluss an den letzten Vortrag zum Thema Integraler Taktfahrplan und dessen Relation zum Kopfbahnhof (nur wenn Anschlusswunsch besteht, ansonst wird dieser nicht gewährt) und enden unsere Reise schlussendlich dort, wo die gemeinsame Diskussion uns hinführt: irgendwo zwischen Schiene, Schwelle, Schotter, Beton, Politik, Recht, Gesellschaft und was sonst noch spannend ist und wo sich ein Bezug zu Kopfbahnhöfen herstellen lässt.

Zu M.Sc. Christian Rosenkranz

- Geboren 1989 in Südhessen
- Aufgewachsen im badischen Lörrach von der Sonne verwöhnt
- Grundschule, Gymnasium, Abitur und Zivildienst in Lörrach bis 2008
- Bachelor- und Masterstudium im Verkehrsingenieurwesen an der Technischen Universität Braunschweig bis 2014
- Wissenschaftlicher Mitarbeiter vollständig in der Lehre bis 2017
- Operations Manager, Betriebsleiter und Spezialist für internationale Sondertransporte auf der Schiene seit 2017
Nebenbemerkung: die Langversion mit allen Zwischenstationen ist bei Xing zu finden.

Unsicherheit biometrischer Systeme Vortrag

04.10., 16:00 Uhr, Berta Benz
"starbug" Jan Krissler

Ob zum Entsperren des Telefons, bei der Grenzkontrolle oder zur Massenueberwachung: biometrische Systeme halten Einzug in unser Leben. Dabei halten sie oft nicht das, was ihrer Hersteller versprechen. Vor allem wenn es um die Sicherheit geht. Dieser Vortrag soll zeigen, wie einfach es ist an Merkmale, wie Fingerabdruecke und Venenbilder zu gelangen und aus diesen Attrappen herzustellen, die auch aktuelle biometrische Systeme ueberwinden koennen.

Zu "starbug" Jan Krissler

Starbug studierte Mikrosystemtechnik und Technische Informatik in Berlin und arbeitete an verschiedenen Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft, in Security Firmen sowie als freiberuflicher Consultant. Derzeit schreibt er seine Dissertation in der Arbeitsgruppe Security in Telecommunications (SECT) an der TU-Berlin. Starbug beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit der Überwindbarkeit biometrischer Systeme und weisst oeffentlich auf deren Unsicherheit hin. So zum Beispiel beim Hack des Iris-Scanners des Samsung Galaxy S8, dem Fingerabdrucksensor im iPhone und zuletzt von Venenerkennungssystemen. Weiterhin untersuchte er die Sicherheit von Mikrochips wie z.B. dem Zugangssystem auf Basis von Mifare Classic oder dem in der Wegfahrsperre verbautem Legic Prime Chip.

Auch wir sind Sternenstaub- was uns Rosetta über unsere Herkunft erzählt Vortrag

04.10., 16:00 Uhr, Carl Benz
Prof. em. Kathrin Altwegg

Nach mehr als 12 Jahren ist die Raumsonde Rosetta vor drei Jahren auf dem Kometen mehr oder weniger sanft gelandet. Wie wissen wir nicht und werden es auch nie wissen. Damit ging die wohl spannendste Weltraummission der letzten Jahre oder sogar Jahrzehnte dramatisch zu Ende. Die Sonde hat Milliarden von Kilometern zurückgelegt, nur um einen kleinen, schwarzen Brocken von 4 Kilometern Durchmesser namens Churyumov-Gerasimenko zu studieren. Die Ergebnisse dieser Mission scheinen nun die Investition und die lange Zeit des Wartens mehr als zu rechtfertigen. Im Vortrag werde ich eine Rückschau auf die verrückteste Mission der Europäischen Weltraumagentur geben und ihre Höhepunkte Revue passieren lassen. Es soll gezeigt werden, wie insbesondere das Schweizer Instrument ROSINA, das aus einer Kooperation zwischen Universität, Fachhochschulen und Industrie entstand, unser Bild von der Entstehung des Sonnensystems, der Erde und schlussendlich von der Entstehung von Leben verändern.

Zu Prof. em. Kathrin Altwegg

Kathrin Altwegg is a professor em. in space research and planetology at the University of Bern, Switzerland. She completed a doctorate in the Physics Institut of the University of Basel, Switzerland in solid state physics in 1980. After working as a postdoctoral scholar at the New York University for two years, she joined the Department of Space Research and Planetology as research assistant. She got her habilitation in 1996 and became an associate professor in 2001. From 2011 till 2016 she led the Center for Space and Habitability of the University of Bern. Kathrin Altwegg’s research interests are mainly focused on cometary science using mass spectrometry in situ. She helped developing the Ion Mass Spectrometer IMS on the European cometary mission Giotto, which had a very successful flyby at comet Halley in 1986. In 1996 she became project manager of the ROSINA instrument on Rosetta and in 2009 she became Principal Investigator.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kathrin_Altwegg

Ein Wirkungsquantum auf der Waage? Die Neudefinition des Kilogramms und der anderen SI-Einheiten Vortrag

04.10., 16:00 Uhr, Toulon (A030)
Dr.-Ing. Dorothea Knopf

Am 20. Mai 2019 gab es eine weltweite "stille Revolution" - die Definitionen der international vereinbarten Basiseinheiten in der Messtechnik, der sogenannten SI-Einheiten, hat sich grundlegend geändert. Was sind überhaupt Basiseinheiten und wozu sind sie gut? Warum gleicht die "Neudefinition" dieser Einheiten einer Revolution? Welche Auswirkungen hat das für die Zukunft?

Zu Dr.-Ing. Dorothea Knopf

1988-1993 Studium "Prozessmess- und Sensortechnik" an der TU Ilmenau
1993-2009 wissenschaftliche Bearbeitung des Themas "Dynamisch-gravimetrische Herstellung von Gasgemischen" im Bereich "Metrologie in der Chemie" der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB); Promotion 12/1997
2010-2011 Trainee innerhalb der PTB
seit 2012 Leitung des Fachbereichs "Masse - Weitergabe der Einheit" der PTB

Open Codes: Bildungsexperiment für das digitale Zeitalter Vortrag

04.10., 16:00 Uhr, Windsor (A309)
Christian Lölkes

»Open Codes« wurde als ein Pilotprojekt konzipiert. Als experimenteller Raum für kreative Begegnungen fordert es existierende Ausstellungsformate heraus. Es bricht mit Prädispositionen und verlangt nach unterschiedlichen Formen der Wissensproduktion und seiner Verbreitung im Sinne von freiem, offenem und uneingeschränktem Teilen von Ideen. Durch eine Mischung aus Hackerspace, Makerspace, Ausstellung und Labor ist es als offene Wissensplattform gestaltet, die Elemente aus verschiedenen Arbeits- und Freizeitumgebungen umfasst. Als Ort des gemeinsamen Austauschs lädt es die BesucherInnen zur Beteiligung an fächerübergreifenden Dialogen ein, mit dem Ziel, Kollaborationen zu fördern und Synergien zwischen verschiedenen Metiers und unterschiedlichen Formen von Wissen und Expertise zu schaffen.

Zu Christian Lölkes

* 1990 in Whity Plains, NY. Der erste Computer war ein Windows 3.1-PC mit Diskettenlaufwerk und 120MB Festplattenspeicher kurz nach der ersten Klasse. Danach Abitur und Baccalauréat in Aix-en-Provence und aktuell Student der Elektro- und Informationstechnik am Karlsruher Institut für Technologie mit einer Vertiefung in die Richtung Ausrüstungssysteme in Luft- und Raumfahrt. Am ZKM Karlsruhe betreut er das Rapid Prototyping Lab innerhalb des Hertz-Lab, der Forschungsabteilung des ZKM. Für das Ausstellungsformat Open Codes war er als wissenschaftlicher Berater in der Planung und als Kurator und Künstler in der Ausführung invovliert, unter anderem für die Auslandsstationen in Mumbai (Indien) und Shanghai (China).

Forensische 3D-Tatrekonstruktionen:  Was geschah wirklich? Vortrag

04.10., 17:30 Uhr, Berta Benz
Kirsten Buße

Wenn man als Geodätin in der Rechtsmedizin arbeitet und morphometrische Rekonstruktionen durchführt, können häufig keine eindeutigen Aussagen bzw. Unterscheidungen wie Kopf oder Zahl getroffen werden. Wir betrachten Verletzungen am Menschen und versuchen zu rekonstruieren, welcher Entstehungsmechanismus einem Verletzungsbild zugrunde liegt. Wir untersuchen beispielsweise Verletzungen als Folgen von körperlichen Auseinandersetzungen, Verkehrsunfällen oder Tötungsdelikten. Dabei können diese verschiedenen Entstehungsmechanismen Verletzungen verursachen, die nur im großen Kontext betrachtet richtig eingeordnet werden können, für sich alleine aber teils nicht erklärt werden können bzw. ihre konkrete Entstehung bis dato unbekannt war. Anhand mehrerer Fallbeispiele wird gezeigt was eine morphometrische Rekonstruktion ausmacht. Dabei werde ich auch auf die Ausgangsdaten unserer Arbeit eingehen, die die Darstellung von Verstorbenen (auch Kindern), Verletzungen mit Blut und Knochen beinhalten.

Zu Kirsten Buße

Kirsten Buße studierte Geodäsie und Geoinformation an der Universität Bonn und der Technischen Universität München und schloss 2015 mit dem Master of Science ab. Seit 2016 arbeitet sie an der Universität Bern im Institut für Rechtsmedizin in der Abteilung Forensische Medizin und Bildgebung als 3D Vermessungsspezialistin. Ihre Arbeit umfasst die 3D-Dokumentation von Lebenden und Verstorbenen und die Rekonstruktion von Ereignissen im Rahmen der gutachterlichen Tätigkeit.

Kosten uns die Fantastilliarden von Amazon, Facebook und Google den Kopf? Vorschläge für dezentrales Online-Marketing Vortrag

04.10., 17:30 Uhr, Carl Benz
Markus Pins

Das Internet ist als dezentrale Kommunikations-Infrastruktur gestartet. Mega-Unternehmen drängen diese Gründungsidee seit einiger Zeit erfolgreich zurück: Sie zentralisieren wichtige Elemente des Internets (vgl. den Vortrag „WHOIS google.com? How big corps want your DNS data and what you can do about it “ von Ole Michaelis um 13:00 Uhr). Das passiert auch für Online-Werbung - nach wie vor eine der wichtigsten Monetarisierungsquellen für Online-Medien. Im „freien“ Internet übt Google hier über seine RealTime-Advertising-Plattformen überwältigend Macht aus. Und sowohl in den „sozialen“ Medien als auch auf Shopping Plattformen („Retail Media“) liegt die Online-Werbung konstruktionsbedingt in der monopolistischen Hand der Plattformbetreiberinnen. Gibt es andere Möglichkeiten? Der Vortrag wirbt für das Open Source Framework Prebid.

Zu Markus Pins

Markus Pins führt die Geschäfte eines Technikdienstleisters, der Dokumente semantisch klassifiziert und auf dieser Grundlage Empfehlungen u.a. für Online-Werbung generiert. Er hat an der Universität Bonn und der London School of Economics and Political Science studiert und anschließend an der Columbia University (New York), der Université Paris 1 - Pantheon-Sorbonne (Paris) und der Universität des Saarlandes geforscht. Nebenher unterrichtet er Ethik an der Brandt School der Universität Erfurt.

Erstkontakt mit Neurolinguistischem Programmieren (NLP) Workshop

04.10., 17:30 Uhr, Toulon (A030)
Dr. Sebastian Harrach

Das Stichwort "Neurolinguistisches Programmieren" ist vielfach ein Eyecatcher, eine Irritation oder ein Warnschild. In der Tat ist das Gebiet zwar sehr spannend, aber der Übergang zur Esoterik ist fließend. Man kann und sollte entsprechend ständig ausprobieren, ob die kennen gelernten Ideen und Formate (=Handlungsleitfäden/Kochrezepte) nicht kompletter Humbug sind.

Wir werden Kommunikations- und Beobachtungsmethoden des "Neurolinguistischen Programmieren" (NLP) einsetzen, um in Kleingruppen einen praktischen Eindruck in die Methoden des NLP zu gewinnen. Je nach Interesse und Vorkenntnissen der einzelnen Kleingruppen wird dabei auf unterschiedliche Aspekte des NLP verstärkt eingegangen.

Zu Dr. Sebastian Harrach

Dr. Sebastian Harrach hat Mathematik und Philosophie studiert, arbeitete anschließend als Unternehmensberater und promovierte in Philosophie zu Machine Learning und Weltbezügen. Danach war er zunächst als akademischer Geschäftsführer in der Informatik der TU Darmstadt unterwegs und ist jetzt Geschäftsführer des Technologie- und Gründerzentrums der Stadt Darmstadt, des HUB31. Er coacht nebenbei als NLP-Mastercoach Hochschulabsolventen, Doktoranden und Young Professionals.

Köpfe Zeichnen Workshop

04.10., 17:30 Uhr, Windsor (A309)
Julia Klein

Eines der schwierigsten Objekte für Zeichner ist der menschliche Kopf. Denn abgesehen vom anatomischen Aufbau soll ein Kopf ja vor allem Persönlichkeit ausdrücken. Mimik, schiefe Blicke, verzogene Mundwinkel und dramatische Augenbrauen - wie soll man das als Zeichner einfangen? Und dann auch noch so, dass man erkennt, wer und was dargestellt sein soll?

In diesem Workshop möchte ich meine Zeichen-Tipps und Ideen mit euch teilen und live Köpfe zeichnen. Wir können uns gegenseitig als Referenz-Models benutzen, mit Foto-Referenzen arbeiten oder probieren, Köpfe ganz nach anatomischem Skelett aufzubauen.

Das Ganze ist kein strikt organisierter Zeichenkurs, sondern einfach eine Möglichkeit, mit Linien und Formen ein bisschen Spaß zu haben. Zum Einstieg ins Thema stelle ich euch kurz verschiedene Techniken vor um die Kreativität anzukurbeln. Danach zeichnen wir einfach gemeinsam und ich schaue euch unterstützend über die Schultern.

Zu Julia Klein

Julia ist eine Comic-Zeichnerin aus Heidelberg. 2014 machte sie einen Master-Abschluss in Anglistik an der Universität Heidelberg. Seitdem arbeitet sie im Online-Marketing-Bereich und programmiert Webseiten. Nebenher betreibt sie einen YouTube-Kanal mit Zeichnen-Livestreams und verdient sich als Künstlerin etwas mit Patreon dazu. In ihrer Freizeit ist sie oft mit dem Team des Nerd-Kanals Orkenspalter TV unterwegs und spielt mit anderen Leuten Pen & Paper Rollenspiele vor der Kamera. Sie spielt gerne Theater, Cello und Dungeons & Dragons und philosophiert über gutes und schlechtes Storytelling.

Improtheater - öffentliche Probe Sonstiges

04.10., 20:00 Uhr, Toulon (A030)
Dr. Markus Gyger

Improtheater – das ist Theater ohne vorgegebene Handlung und auswendig gelernte Texte. Wie aus dem Nichts zaubern die Schauspieler/-innen aus wenigen Vorgaben kurze Szenen und ganze Theaterstücke auf die Bühne. Wie funktioniert das? Welche Techniken nutzen die Schauspieler/inen?
Schaut der MHN-Impro-Truppe "Die Irrationalen" bei der Probe über die Schulter und gewinnt einen einmaligen Blick hinter die Kulissen des Improtheaters.

Zu Dr. Markus Gyger

Dr. Markus Gyger hat in Biophysik promoviert. Jetzt vermittelt er als freiberuflicher Trainer und Coach angehenden Führungskräften und wissenschaftlichem Nachwuchs die nötigen Soft-Skills für eine erfolgreiche Karriere: vor Publikum souverän und selbstsicher auftreten, die Arbeit effektiv organisieren und Meetings zielorientiert gestalten. Beim MindHochschul-Netzwerk ist er seit 2007 aktiv und hat seitdem zu jeder Akademie mit Workshops, Vorträge oder Moderationen beigetragen und bei der Organisation mitgewirkt.
Mehr Informationen unter: www.gyger-training.de.

Bücherschaulaufen Sonstiges

04.10., 20:00 Uhr, Windsor (A309)
Dr. Eva Börgens

Das mittlerweile alljährliche Bücherschaulaufen: Du hast ein Buch gelesen, das Du unbedingt anderen MHNlern weiterempfehlen willst oder Du brauchst mal wieder neue Leseanregungen? Dann bist Du beim Bücherschaulaufen richtig. Es ist alles erlaubt, was interessiert: hochgeistiges Sachbuch, fesselnder Krimi oder Kinderbuch.
Für die Planung gibt es dabei einen gewissen Rahmen: a) Redezeit 3-4 min (plus Frage-Zeit), b) Ausfüllen eines kurzen Fragebogens* am besten vor der Akademie.
Sende Deine Antworten bitte an [email protected] oder fülle auf der Akademie den Bogen aus.

Fragen des Fragebogens: (1) Autor und Titel (2) Inhalt in drei Sätzen (3) Hat dieses Buch vielleicht sogar mein Lebensgefühl, mein Denken, mein Leben geprägt? Wenn ja, wie? (4) Wer sollte dieses Buch lesen? Warum? (5) Wie lange braucht man in etwa zum Lesen? (6) Zitat einer typischen Passage oder Wendung.

*https://wiki.mind-hochschul-netzwerk.de/wiki/B%C3%BCcherschaulaufen-Fragebogen-Vorlage

Zu Dr. Eva Börgens

Nach der Schule entschied ich mich, ein Fach zu studieren, das im Abibuch nur als "Geo-was bitte?" beschrieben wurde. Ja, Geodäsie, hieß früher mal Vermessungswesen. Also zog ich ins schöne Bonn, um dort und in Calgary (Kanada) Geodäsie und Geoinformation zu studieren. Dies erfolgreich beendet, dürstete es mich nach noch mehr Wissen und ich wechselte für meine Promotion an die TU München, und nun weiter als PostDoc ans Deutsche GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam. Da ich nie so der geschickteste Mensch war, bot sich für mich die Satellitengeodäsie sehr an. Da konnte ich vor dem Computer sitzen bleiben und trotzdem globale, vom Klimawandel beeinflusste Phänome studieren.
Wenn ich nicht mit der Forschung meinen Wissensdurst stille, verschlinge ich seit meiner Jugend Bücher zu jedem mir in die Finger kommenden Thema. Leider bleibt dafür mittlerweile nicht mehr annähernd genügend Zeit!

Kopfschmerzen und irre Zahlenspiele – Kuriositäten aus dem Apothekenalltag Vortrag

05.10., 09:00 Uhr, Berta Benz
Bastian Winkler

Apotheken sind (noch) allgegenwärtig, doch nur wenige wissen, mit was sich der Apotheker im Alltag so alles rumschlagen muss. Da ist der renitente Patient, der gestern etwas über ein neues Medikament bei Stiftung Warentest gelesen hat noch eine angenehme Erscheinung. Impfgegner mit Fachwissen aus dem Kopp-Verlag, beratungsresistente Ärzte, die allgegenwärtige Bürokratie mit den Krankenkassen - da entstehen einige Stilblüten die für Kopfschütteln oder wenigstens allgemeine Erheiterung sorgen.

Der Vortrag soll kurz die Organisation einer öffentlichen Apotheke (insbesondere alles das, was der Kunde gar nicht mitbekommt) und ihre Verortung im Gesundheitssystem vorstellen. Dazu gibt es eine ganze Reihe Anekdoten aus der Apothekenpraxis.

Zu Bastian Winkler

Bastian Winkler ist eigentlich Ingenieur und Betriebswirt und hatte mit Apotheken nie viel am Hut (als ehemaliger Soldat brauchte er die auch nicht). Dennoch ist er mittlerweile kaufmännischer Geschäftsführer und Mitgründer von zwei Apotheken und macht alles das, was Apotheker sonst von der Arbeit abhält (Datenschutz, Qualitätsmanagement, Gefahrstoffwesen, Abrechnungen mit den Krankenkassen, Diskussionen mit Ärzten, Spaß mit der allmächtigen Bürokratie, ...).

Selbstwert, Selbstwirksamkeit und Selbstakzeptanz Vortrag

05.10., 09:00 Uhr, Carl Benz
Dipl.Psych.; PPT Frauke Niehues

Das Selbstwertgefühl wirkt sich stark auf die psychische Stabilität, das Verhalten und die Außenwirkung des Individuums aus.

In meiner Praxis haben die mir bekannten Modelle und Methoden häufig nicht ausgereicht, um das Selbstwertgefühl meiner Klienten nachhaltig zu verbessern. Häufige Rückmeldungen waren: „Ich weiß vom Kopf her, dass ich was wert bin, aber ich kann es nicht fühlen“ oder der mühsam aufgebaute Selbstwert „verpuffte „sehr schnell wieder.

Deshalb habe ich ein Modell entwickelt, dass alle selbstwertbeeinflussenden Aspekte umfasst und in Bezug zueinander setzt. Hierdurch können die Schwierigkeiten besser spezifiziert und Methoden zielführender ausgewählt werden. Das Modell bietet auch für Hochbegabte, deren Selbstwertentwicklung oft besonderen Bedingungen unterliegt, Erklärungs- und Lösungsansätze.

In dem Vortrag werden das Modell und passende alltagstaugliche Methoden zur Verbesserung des eigenen Selbstwertes erläutert.

Zu Dipl.Psych.; PPT Frauke Niehues

Frauke Niehues ist approbierte Psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis.
Sie ist ausgebildet in Verhaltenstherapie, klinischer Hypnose und klientenzentrierter Gesprächsführung nach Rogers. Zusätzlich ist sie Trainerin emotionaler Kompetenzen, zertifizierte TEK-Trainer-Trainerin und akkreditierte Supervisorin.
Neben der Praxis ist sie mit Ihrer Firma Kompass in der Personal- und Organisationsentwicklung tätig und berät Firmen und Führungskräfte.
Darüber hinaus ist sie Dozentin an verschiedenen Universitäten und Ausbildungsinstituten.
Ihre Arbeitsschwerpunkte sind emotionale Kompetenz, Hypnosystemik und Selbstwert.
Außerdem hat Frauke Niehues ein Therapie- und Beratungskonzept für Hoch- und Höchstbegabung entwickelt und bildet darin aus. Auf Ihrer Webseite www.können-macht-spass.de stellt sie viele Informationen und Materialien für Hochbegabte, Angehörige, Therapeuten, Berater, Schulen und Kitas kostenfrei zur Verfügung.

Der akademische Elevator Pitch – Forschungsprojekte, die im Kopf bleiben! Workshop

05.10., 09:00 Uhr, Toulon (A030)
Dr. Markus Gyger

Fast jede/r Wissenschaftler/in kennt diese Situation: Auf einer Party in lockerer Atmosphäre kommt eine harmlos erscheinende Frage: „Sie sind Wissenschaftler/in? Und, woran arbeiten Sie?“ So einfach die Frage, so schwierig die Antwort: Ich muss es schaffen so zu antworten, dass ich mein Forschungsprojekt darin noch wieder erkenne, ohne mein Gegenüber mit zu vielen Details zu langweilen. Im besten Fall zeigt die Antwort noch, dass ich Humor habe und macht gleichzeitig deutlich, warum genau meine Fragestellung wichtig für das Überleben der Menschheit ist – und das alles in zwei oder drei Sätzen!
In dem Workshops wird jeder/ Teilnehmer/in eine ganz persönliche, kreative und prägnante Präsentationen seines/ihres Forschungsschwerpunktes entwickeln, den eigenen "Academic Elevator Pitch".

Zu Dr. Markus Gyger

Dr. Markus Gyger hat in Biophysik promoviert. Jetzt vermittelt er als freiberuflicher Trainer und Coach angehenden Führungskräften und wissenschaftlichem Nachwuchs die nötigen Soft-Skills für eine erfolgreiche Karriere: vor Publikum souverän und selbstsicher auftreten, die Arbeit effektiv organisieren und Meetings zielorientiert gestalten. Beim MindHochschul-Netzwerk ist er seit 2007 aktiv und hat seitdem zu jeder Akademie mit Workshops, Vorträge oder Moderationen beigetragen und bei der Organisation mitgewirkt.
Mehr Informationen unter: www.gyger-training.de.

30 : 2 - Wiederbelebungs-Workshop Workshop

05.10., 09:00 Uhr, Windsor (A309)
Annika Gutschmidt-Köhler, Benjamin Köhler

Bei vielen ist der letzte Erste-Hilfe Kurs schon sehr lange her. Das führt dazu, dass wenn etwas passiert niemand mehr genau weiß was zu tun ist. Der Rettungwagen braucht aber meistens zu lange um den Menschen zu retten.
Deshalb wollen wir mit euch in diesem Workhop das Auffindeschema, die Seitenlage und die Reanimation üben. Außerdem versuchen wir eure Fragen zu beantworten und euch nicht nur zu zeigen wie es im Lehrsaal aussehen soll, sondern auch wie es in der Realität draußen funktionieren kann.

Zu Annika Gutschmidt-Köhler

Annika Gutschmidt-Köhler ist seit 2013 ausgebildete Erste-Hilfe Ausbilderin, hat ein Notfallsanitäter Staatsexamen und arbeitet seit 2014 im Rettungsdienst, momentan ist sie in Elternzeit.

Zu Benjamin Köhler

Früher war ich als Rettungsassistent 3 Jahre lang hauptamtlich im Rettungsdienst unterwegs.
Heute bin ich nach meinem Studium im Strahlenchutz als Sicherheitsingenieur tätig und berate unterschiedlichste Unternehmen u.a. in Arbeitssicherheit, Brandschutz und Gefahrgut. Zudem gebe ich gelegentliche Erste-Hilfe und Brandschutzhelfer-Kurse.

Intelligenz jenseits der Logik Vortrag

05.10., 10:30 Uhr, Berta Benz
Dr. Fritz Kröger

Die Logik ist intellektuelle Fetisch der westlichen Welt. Intelligenz wird weitgehend über die Logik definiert, wobei die deutlichen kognitiven Schwächen und Konsequenzen der Logik meist übersehen werden. Die Einengung auf die Logik hat das Geistesleben in besonderer Weise geformt und auch verformt. Die naturwissenschaftliche Durchschlagskraft der Logik hat zusammen mit den christlichen Dogmen zu einem fatalen Gebräu von Denkblockaden geführt, die Ursache ist für die fatale Situation in der Welt. Die offene und vollständige Nutzung menschlicher Intelligenzpotentiale könnte Abhilfe schaffen und die Lösung bringen.

Zu Dr. Fritz Kröger

Diplom Kaufmann, 32 Jahre Unternehmensberater bei A.T.Kearney, Autor von 10 Büchern in 9 Sprachen zum Thema Unternehmensrestrukturierung, Strategie und M&A.
Derzeit Privatier und Land - und Forstwirt

"Ich sitze im Schatten einer Mauer" und andere mathematische Probleme Vortrag

05.10., 10:30 Uhr, Carl Benz
Prof. Dr. Manfred Börgens

Mathematische Probleme, die einem Publikum aus verschiedenen Fachrichtungen präsentiert werden, sollten gut verständlich sein und neugierig machen. Sie sollten auch einen gewissen "Pfiff" haben, der dem Publikum zeigt, dass Mathematik Spaß machen kann.

Der Vortrag behandelt drei Probleme ganz unterschiedlicher Natur, die auch das Publikum zum Mitmachen einladen.

- Ein Münzspiel
- Ein Tortenproblem
- Ich sitze im Schatten einer Mauer

Zu Prof. Dr. Manfred Börgens

Abitur Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Neuss 1972
Wehrdienst 1972-73
Studium Mathematik, Nebenfach Psychologie, Universität Düsseldorf, Diplom 1977
Promotion Universität Düsseldorf 1979
Regierungsrat im Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 1979-84
Hochschullehrer für Mathematik an der Technischen Hochschule Mittelhessen 1984-2019
2002-2006 Vizepräsident der Hochschule

Die vermeintliche Stille im Kopf Vortrag

05.10., 10:30 Uhr, Windsor (A309)
Denis Dalic

Wieso ist Achtsamkeit so wichtig? Was soll durch die Meditation erfahren werden? Im Buddhismus spricht man von den drei Giften, die Leid im Leben eines Menschen erzeugen: Gier, Hass und Verblendung. Diese beeinflussen das Ego, welches durch eine kausale Kette Leid empfinden lässt. Die drei Gifte können aber auch ein wertvolles Werkzeug der Selbsterkenntnis sein. Zu verstehen, wie Gedanken, Handlungen oder Entscheidungen gefärbt sind, hilft die grundlegenden Antreiber von Gewohnheiten allmählich aufzulösen. Schließlich können freie Entscheidungen getroffen werden. Dafür muss die Sichtweise des zu oft negativ verstandenen Wortes Karma geklärt werden.

Zu Denis Dalic

Bachelor Studium der Bioinformatik in Frankfurt (2011)
Master Studium der Bioinformatik in Frankfurt (2013)
Promotion in der Bioinformatik im Universitätsklinikum Frankfurt (Erforschung der Leukämie und Nutzung von künstlicher Intelligenz) (seit 2014)
Einzelunternehmer (seit 2007)
Ehrenamtliche Tätigkeiten in verschiedenen gemeinnützigen Vereinen als Projektleiter und im Finanzmanagement (seit 2011)
Seit 2011 praktizierender Zen-Buddhist und Assistent des Zen-Lehrers

"Kopf oder Zahl?" - Auf der Kante! Vortrag

05.10., 13:00 Uhr, Berta Benz
Dr. Sylvia Börgens

"Kopf oder Zahl?" - Auf der Kante! Bei der Betrachtung des Themas "Psychische Gesundheit versus psychische Krankheit" ist eine strikte Alternativenbildung unmöglich. Es sollen verschiedene Sachverhalte angesprochen werden, die die Vielfalt und Veränderbarkeit menschlichen Erlebens und Verhaltens zeigen. Ein paar Stichworte:

"Wer bin ich, und wenn ja, wie viele?" (R.D. Precht): Wir haben nicht ein Gehirn, sondern (mindestens) drei!
Unser Ich-Bewusstsein als "verzweifelter Rodeoreiter"
Etwas Forschungsmethodik: Warum wir aus Korrelationen nie auf Ursache-Wirkungs-Beziehungen schließen können
Noch etwas Forschungsmethodik: Wie sich psychische Merkmale bei Personengruppen unterscheiden und was man daraus für ein Individuum schließen kann
"Anlage versus Umwelt" - ein uralter und unergiebiger Streit!
"Symptome" als Bewältigungsversuche
Behandlungsbedürfig ist immer das Leiden, nicht die Skurrilität!

Fallbeispiele aus meiner Erfahrung sollen die angesprochenen Themen mit Leben füllen.

Zu Dr. Sylvia Börgens

Studium der Germanistik (1974/75) und der Psychologie (1975-1981)
Diplom-Psychologin 1981
Promotion Dr.phil. 1986, Thema der Dissertation: "Öffentliches Sprechen. Untersuchungen einer experimentellen Beanspruchungssituation"
Lehrbeauftragte an der Technischen Hochschule Mittelhessen seit 1987
Beratende Psychologin in der Universitäts-Frauenklinik Gießen 1992-2002
Praxis für Lebensberatung und Trauerbegleitung seit 1992
Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. die Bücher
"Optimistisch trotz Risikoschwangerschaft" (Kösel, 2007)
"Das Kind ist da, das Glück lässt auf sich warten" (Balance, 2010)
"Wie aus Trauer Neues wächst. Ich finde Trost in meinem Tun" (Kreuz, 2010)

Stereotype/Zählzwänge Vortrag

05.10., 13:00 Uhr, Carl Benz
Dr. Carla Pohlink

Getting Things Done kompakt Workshop

05.10., 13:00 Uhr, Toulon (A030)
Dipl.-phys., MBE Tobias Mueller-Zielke

Tobias wird die wesentlichen Elemente von Getting Things Done (GTD), der anerkanntesten Selbstmanagement-Methode vorstellen. Die Kernidee von GTD ist, alles Ihr tun wollt oder müsst aus Eurem Kopf zu befördern, um diesen so für wichtigeres frei zu machen. Alles, was aus dem Kopf "gefegt" wird, landet in einem System, das sicher und zuverlässig ist - genauso wie Euer Kalender.
GTD wird weltweit von Menschen benutzt, denen Produktivität wichtig ist und wird als der Goldstandard der Produktivität gehandelt. GTD ist im Trainingskatalog mehrerer Großunternehmen vertreten.
Nach dem Workshop werden die Teilnehmer die Kernprinzipien von GTD kennen und in der Lage sein, sie erfolgreich anzuwenden, um mehr Fokus und Durchsatz bei den Dingen zu erreichen, die ihnen wichtig sind.
So ist es möglich, mehr zu erreichen, weniger zu vergessen und - ein Kernpunkt von GTD - weniger Stress zu haben.
Mehr Informationen zum Thema: tmt-beratung.de

Zu Dipl.-phys., MBE Tobias Mueller-Zielke

Tobias ein Physiker, aber er ist dem Labor direkt nach der Diplomarbeit entflohen.
Von 2004 bis 2013 hat Tobias in verschiedenen Geschäftsbereichen bei Großunternehmen gearbeitet, sowohl im Vertrieb als auch im Projektmanagement gearbeitet hatte. Die meiste Zeit hat er in dieser Zeit im Bereich Partikeltherapie, einer modernen Form der Krebsbehandlung mit Protonen und Kohlenstoffionen verbracht.
Von 2013 bis 2019 war Tobias unternehmerisch in eigenen Unternehmen tätig, unter anderem in der Software- und Appentwicklung, auch hier primär im Account- und Projektmanagement.
Seit 2015 ist Tobias zertifizierter Trainer für Getting Things Done (GTD), der anerkanntesten Selbstmanagement-Methode der Welt, seit 2017 ist er zudem Coach für die Methode.
Seit 2019 ist Tobias bei Siemens Management Consulting im Bereich Viable Business als Senior Consultant tätig. Viable Business überträgt die Erfolgsprinzipien der Zelle auf Organisationen - hier gibt es auch einige Schnittstellen zu GTD.

Utopie? Dystopie? Wie leben wir, wenn die Welt voller KI ist? (Impulsvortrag (10 min) + Workshop) Workshop

05.10., 13:00 Uhr, Windsor (A309)
Carsten Kraus

Ähnlich wie elektrischer Strom oder das Internet ist KI eine Querschnittstechnologie, die alle Bereiche des Lebens verändern wird. KI steht ganz am Anfang, aber der Fortschritt wird viel schneller sein als bei allen bisherigen Disruptionen, und wahrscheinlich noch tiefer.
Hätten wir uns vor Endeckung des elektrischen Stroms einen Staubsauger vorstellen können? Darum geht es: ich möchte mit Euch die zukünftige Welt erdenken, im Großen ("Wie werden wir leben? Wie miteinander kommunizieren? Brauchen wir noch Mitmenschen?") wie im Kleinen: Neue KI-Ideen für Haareschneiden, Zähneputzen, und was Euch sonst noch einfällt :-)

Zur Einstimmung hier zwei Inputs aus meiner eigenen Gedankenwelt:
* Youtube "Von der Wegwerfgesellschaft zur Reparaturgesellschaft" https://youtu.be/1Zrd1QAfc1I?t=5
* aus Interview VC-Magazin (Paywall): „[…] In Ballungszentren könnten sich in Wohnungen Möbel jederzeit neu anordnen, passend zu dem, was die Bewohner gerade machen möchten. Kleinere Wohnung, mehr Freiraum"

Zu Carsten Kraus

Carsten Kraus ist Querdenker, Innovator, Unternehmer, Speaker und Gründer der Omikron Data Quality GmbH. Seine erste große Innovation als Jugendlicher war eine Programmiersprache, die ihm Atari abkaufte und zusammen mit 700.000 Computern auslieferte. Schon früh beschäftigte sich Carsten Kraus mit Fuzzy Logic und künstlicher Intelligenz. Aus seiner Neugier für Algorithmen und KI entstanden zahlreiche Produkte, die heute die Stammdaten von Großkonzernen bereinigen und die nahezu jeder Europäer beim Einkaufen im Internet verwendet. Aufgrund seiner Expertise wurde er zum Vorsitzenden der Fachgruppe KI im bwcon gewählt. Allein in den letzten drei Jahren meldete er mehrere Patente zu KI-Verfahren an und ist ein gefragter Speaker auf Konferenzen und Tagungen. In seinen Vorträgen nimmt er die Zuhörer mit auf eine Expedition in das Reich einer neuen Spezies,

Sprecher Seiten von Carsten Kraus:
https://www.omikron.net/carsten-kraus
https://www.excellente-unternehmer.de/redner/carsten-kraus.html

Europa - Quo Vadis Vortrag

05.10., 14:30 Uhr, Berta Benz
Dr. Kurt Fuchs

Europa steht am Schiedeweg. Nach 6 Jahrzehnten immer weiter fortschreitender Integration steuert die Europäische Union inzwischen einer ungewissen Zukunft entgegen. Sogar ein Auseinanderbrechen scheint nicht mehr ausgeschlossen. Brexit, autokratische Tendenzen in Ungarn und Polen, Populistische Regierungen in Italien und Tschechien, generell wachsende Zustimmung zu rechtsextremen Parteien in fast allen europäischen Ländern, auf der anderen Seite eine unberechenbare Führung in den Vereinigten Staaten von Amerika, nach immer mehr Macht, auch international, strebende Regierungen in Rußland und China, wachsende Instabilität im Nahen Osten, Klimawandel, zunehmende protektionistische Tendenzen, stellen die Europäische Union vor Herausforderungen, bei denen es fraglich scheint, ob sie ihnen gewachsen ist. Wohin also geht Europa?

Zu Dr. Kurt Fuchs

Dr. Kurt Fuchs studierte zuerst Maschinenbau an der RWTH Aachen und anschließend Jura an der Universtität Münster, wo er 2015 auch promovierte. Er ist als Rechtsanwalt in Köln niedergelassen.

OpenScience – wirklich für jeden zu jeder Zeit, überall und auch kostenfrei? Eine Momentaufnahme. Vortrag

05.10., 14:30 Uhr, Windsor (A309)
Claudia Susan P. Dobrinski

Offene oder Öffentliche Wissenschaft, open science, ist eines der keywords im heutigen Wissenschaftsbetrieb. Die Digitalisierung, Big Data, KI und anderes spielen hier ebenso mit hinein, wie auch Urheberschaft, Evaluation, Peer Review, Lehre und natürlich auch die Finanzierung dieser Informationsbereitstellung. Als in den 90er Jahren der Begriff der öffentlichen Wissenschaft aufkam, ging es nicht nur um einen neu gedachtes Miteinander in der interdisziplinären Forschung und somit der bisher geläufigen Wissenschaftskommunikation; sondern auch, vermehrt um die freie, internetbasierte Zugänglichkeit an die Daten, Informationen. Somit hat die zuerst technisierte und schließlich digitalisierte Verfügbarkeit immer größere und neu zu denkende Möglichkeiten der Verknüpfung und Verwertbarkeit generiert. Aus einem open access an die open data wurde die Forderung an verfügbare open sources, auch für citizen science, laut. Um die damit heute verbundenen Kompetenzen und Supports geht es hier.

Zu Claudia Susan P. Dobrinski

Studium: Kunstgeschichte, Klassische u. Christliche Archäologie, Universität: Würzburg, Heidelberg und Münster. Zusätzliche Studien: Geschichte, Byzantinistik u. Zweitstudium Kath. Theologie, Theol. Fakultät Paderborn. Externe Doktorandin Universität Paderborn, FB Mittelaltergeschichte, Bereich Mittelalterarchäologie: Das ehemalige Benediktinerkloster St. Peter und Paul, gen. Abdinghof, Paderborn. Klostergeschichte, Baugeschihte (archäologische Ausgrabungen) und Kunstgeschichte, Liturgie und die Zeit nach der Klosteraufhebung 1803. Auszeichnung: zwei Forschungsstipendien, Magister-Arbeit (Univ. Münster) u. Forschungsarbeit Kloster Abdinghof, Paderborn (MittelalterKolleg Pb). Angestellt: LWL, Stadt Paderborn, MMPG und Museumspädagogik HNF Paderborn. 20 Jahre Ausgrabungstätigkeit. Lehrerfahrung u. 5 Jahre Schülerlabormoderation. Redaktion u. Autorentätigkeit. 2 Jahre THESEredaktion, seit 2018 Thesis-Vorsitzende, aktiv bei Eurodoc. Zertifikate Hochschuldiaktik und Gender Studies.

MHN Mitgliederversammlung Vortrag

05.10., 16:00 Uhr, Benz
Dr. Sara Köser, Julia Niggemeyer, Kevin Heidemann

Die Mitgliederversammlung dient für einen Jahresrückblick und zur Weichenstellung für das kommende Jahr. Obwohl es seit langen Jahren diese Versammlung gibt, ist das Selbstverständnis von MHN als eigenständigem Verein neu. Dies hat das letzte Jahr deutlich geprägt.

Neben Bürokratie-Anekdoten auf dem Weg zum e.V. haben wir erstmalig eine eigene Finanzprüfung und einige wichtige Dinge mehr. So werden wir unter anderem über den Mitgliedsbeitrag und die Gemeinnützigkeit diskutieren.

Kommt bitte zahlreich, lasst euch informieren, fragt nach und entscheidet mit, sodass MHN so sein und werden kann, wie es sich die Mitglieder wünschen.

Zu Dr. Sara Köser

MHN-Vorstandsvorsitzende

Zu Julia Niggemeyer

MHN-Vorstandsmitglied

Zu Kevin Heidemann

MHN-Vorstandsmitglied

Ratschläge zum langfristigen Vermögensaufbau Vortrag

06.10., 09:00 Uhr, Berta Benz
Jan Riedinger

Der Vortrag richtet sich an alle, die ihr Vermögen ertragreich anlegen, aber hierfür nicht viel Zeit investieren und nicht viel Know-How aufbauen wollen.

Es werden einfache Anlagestrategien vorgestellt, die mit einem Zeitaufwand von wenigen Stunden im Jahr umgesetzt werden können, die aber dennoch langfristig mit hoher Wahrscheinlichkeit (laut einer Statistik in 98 % der Fälle im 10 Jahresvergleich) höhere Erträge erzielen, als die typischerweise von vielen Finanzberatern empfohlenen aktiv gemanagten Fonds. Es wird erklärt, warum die oft suboptimalen Ergebnisse aktiver Vermögensverwaltung nicht überraschend sind.

Zu Jan Riedinger

Jan Riedinger hat Informatik und Physik studiert. Er arbeitet als Unternehmer im IT-Bereich, nimmt aber nur noch kleinere Aufträge von Bestandskunden an, da er sich vor einigen Jahren seinen Kindheitstraum erfüllen konnte, von Kapitalerträgen zu leben. Seine ersten Aktien kaufte er mit 12 Jahren.

Resilienz? - Widerstandskraft im Kopf! Vortrag

06.10., 09:00 Uhr, Carl Benz
Dario Heymann

"Resilienz" steht für Widerstandsfähigkeit in kritischen Situationen und ist ein Label, das derzeit gute Chancen auf Forschungsgelder für Institute und auf Teilnehmerinnen und Kunden für Tranings und Interventionen bietet.

Dieser Vortrag soll ins Thema einführen:

1. Theoretische Verortung: Was ist psychologische Resilienz? Welche Faktoren tragen dazu bei? Was hat Resilienz mit psychischen Störungen zu tun und was mit positiver Psychologie?
2. Bisherige Forschungsergebnisse und praktische Anwendungen: Wie wird Resilienz erforscht? Was wird in Resilienztrainings geübt?
3. Kritische Einordnung und Ausblick: Wie realistisch sind die in die Erforschung von Resilienz gesetzten Hoffnungen? Wie homogen ist "Resilienz" als Begriff überhaupt?

Für neugierige Menschen, Selbstoptimierer, Wissenschaftlerinnen, Krisenerprobte und Psychoprofis lohnt sich auch der Besuch der Vorträge von Frauke Niehues (Selbstwirksamkeit - ein Resilienzfaktor) und Sylvia Börgens (psychische Erkrankungen).

Zu Dario Heymann

Dario Heymann wäre nach seinen Vorlieben zu Kunst und Argumenten vielleicht am besten Musiker oder Jurist geworden. Stattdessen studiert er aber seit 2012 vorwiegend in Mainz Psychologie, Mathematik und Philosophie.

In den letzten Monaten seines Studiums täuscht er Probanden. Weitere prägende Erfahrungen machte er bisher mit der Arbeit an wissenschaftlichen und unwissenschaftlichen Texten, mit dem Singen in solistischen Besetzungen und riesigen Chören und mit dem Grillen von Autoritäten und am Rhein.

400 Jahre ohne Seife oder Aufstieg und Fall der Pest in Europa Vortrag

06.10., 09:00 Uhr, Toulon (A030)
Ann-Kathrin Wasle

Ende des 14. Jahrhunderts grassierte der Schwarze Tod in Europa und läutete einen jahrhundertelangen Kampf gegen die Pest ein. Doch warum haben unsere Vorfahren fast vierhundert Jahre gebraucht, um der grausigen Krankheit Herr zu werden? Waren die Menschen damals wirklich zu dumm, die grundlegendsten Hygienevorschriften durchzusetzen? Litt Europa unter einem allübergreifenden religiösen Aberglauben? Oder hat sich die Menschheit bis heute doch viel weniger gewandelt, als es uns recht wäre?
Ein kurzweiliger Überblick über den Verlauf der tödlichsten Schlacht des Abendlandes – angefangen von einem hungrigen Floh und beigelegt durch die Eitelkeit von Ludwig XIV.

Zu Ann-Kathrin Wasle

Nach einem Studium der Mathematik veröffentlicht Ann-Kathrin Wasle – völlig folgerichtig, wie sie meint – seit mehreren Jahren historische Romane, wobei sie es insbesondere mit der Recherchearbeit sehr genau nimmt. Auf diese Weise hat sie sich ein gesundes Wissensfundament über verschiedene Epochen angeeignet – und nebenbei eine Unmenge an faszinierenden historischen Anekdoten gesammelt, die sie bereitwillig mit der Welt teilt.

Zopf oder Kahl Workshop

06.10., 09:00 Uhr, Windsor (A309)
Babette Mairoth-Voigtmann

Zöpfe flechten für jeden Kopf und in jeder Zahl. Ob französischer und holländischer Zopf, Affenschaukeln und Flechtkranz, ich zeige euch, wie ihr euren Haarschopf bändigen könnt. Locker geflochten aus zwei, drei, vier Strähnen, oder mehrere Zöpfe dicht am Kopf, wir flechten sowohl uns selbst als auch gegenseitig die Haare. Auch wer keine langen Haare hat kann gerne kommen, um es zu lernen.
Bringt bitte Bürste, Kamm, Haargummis, Bänder zum Einflechten, Haarspangen und Haarnadeln zum Feststecken mit!
Wer gar keine Haare hat, dem male ich gern Ornamente auf mit Körperfarbe.

Zu Babette Mairoth-Voigtmann

Babette Mairoth-Voigtmann ist Diplom-Designerin (FH) und arbeitet als Grafikerin und Malerin. Begeistert spielt sie seit 2002 Improtheater und gehört zu den „Irrationalen“, der Improtheatergruppe des MHNs. Ihre Interessen sind neben dem Zeichnen und Fotografie auch Natur, Katzen, Bücher, Musik, das MHN … Sie hatte Ausstellungen in München und anderen Städten sowie in Italien. Beim MHN hat sie Seminare zu Improtheater und Pressearbeit mitgeleitet. Sie ist Mitglied in der Allianz Deutscher Designer (AGD), der Typographischen Gesellschaft München, bei Frauenstudien München und bei Mensa in Deutschland.

Synästhesie Vortrag

06.10., 10:30 Uhr, Berta Benz
Anna-Lena Hansen

"Synästhetiker sind doch diese Leute, die zu Musik Bilder malen..." - Von meiner ersten Begegnung mit einer stutzigen Lehrerin, die die Zahl fünf in Pink statt Grün ausmalte und meinen Hinweis auf ihren Fehler einfach nicht verstehen wollte, über Melodien für jeden Mitschüler, Viskositäten und Lichtdurchlässigkeiten für Stimmungen, feste Orte für Zahlen und Farben für, sagen wir, Zusammengehöriges - Papa, Peter, grün, 5, BMW zu der Idee, die assoziierten Attribute als Variablen in einem mathematischen Modell zu verwenden und zu, Beispiel Übersetzungen und Interpretationen auch bei kleinen Textvolumina zu automatisieren. Meine Annahme ist dabei, dass es sich bei Synästhesie nur um eine zu präsente Erinnerung an vormals gleichzeitig Beobachtetes handelt - wie eben bei der Autofarbe Grün, dem Wort Papa und meinem Alter beim Autokauf, 5. Erinnerungen an Emotionen und Personen werden von allen Menschen beim Sprachverständnis genutzt. MRT könnte das für Automatisierung nutzbar machen.

Zu Anna-Lena Hansen

Seit 2016: Technische Übersetzung unter Nutzung von Synesthäsie.

Seit 2004: Gründer von Pascal Group - international business development and M&A, international restructuring and group standards roll-out mit IT-Fokus - intelligent listening.

2003/2004: Mitarbeit am Lanxess Carve Out von Bayer

2003: Master in Economics and Business Administration an der WHU in Vallendar

1998: Abitur mit 1. Prüfungsfach Physik


Synästhesie betrifft mich persönlich, und sie hilft mir umfangreich im Alltag, wenn ich nicht gerade Zahlen und Farben verwechsle.

Ansonsten bin ich Master in Economics and Business Administration mit Schwerpunkt international business, finance und entrepreneurship und bin tätig als Consultant.

Schwarmdumm oder Agil? Vortrag

06.10., 10:30 Uhr, Carl Benz
Prof. Dr. Gunter Dueck

Jeden Tag Ankündigungen von Massenentlassungen in der Presse, aber immer noch kein Internet auf dem Bauernhof - die Umwelt kommt später, so etwa ab 2050. Was ist da los? Methoden und Denkweisen, die sich seit 100 Jahren bewährten, funktionieren nicht mehr. Das wird nicht einmal erkannt, denn man macht schwarmdumm weiter, oder man holt sich Agilitäts-Coaches gegen viel Geld. Die erklären einen freieren Umgang in ungewisser Lage. Man übernimmt sie gerne, aber das Freiere wird doch vorher noch methodisch an die Leine genommen und assimiliert. Das Schwarmdumme bleibt. Psychologisch gesprochen: Die etablierten Systeme leiden unter einer Zwangsneurose. Wie heilt man die? Geht das?

Zu Prof. Dr. Gunter Dueck

Gunter Dueck, Jahrgang 1951, lebt in Waldhilsbach bei Heidelberg, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Nach einer Karriere als Mathematikprofessor wechselte er 1987 zur IBM, wo er u.a. für den Aufbau neuer Geschäftsfelder (Business Intelligence, Cloud Computing) und für Cultural Change tätig war. Drei Jahre durfte er den zeitlich befristeten Titel „Master Inventor der IBM“ tragen. Zuletzt, bei seinem Wechsel in den Unruhestand, war er CTO (Chief Technology Officer) der IBM Deutschland. Seit 2011 ist er freischaffend als Schriftsteller, Business-Angel und Speaker tätig.
Gunter Dueck ist IEEE Fellow, Fellow der Gesellschaft für Informatik und korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Die Computerwoche zählte ihn 2011 zu den 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der IT/Kommunikationsbranche in Deutschland. Dueck ist Autor vieler Bestseller, zuletzt „Professionelle Intelligenz“, „Das Neue und seine Feinde“, „Schwarmdumm" und "Flachsinn".

Mind-Hacking: Spaß mit Hypnose Vortrag

06.10., 10:30 Uhr, Toulon (A030)
Tobias Wasle

In diesem Workshop stelle ich nicht nur Hypnose als Konzept vor sondern versuche sie auch ganz persönlich erfahrbar zu machen. Dabei geht es weniger um die Wissenschaft psychologischer Behandlung sondern um die Erfahrung den eigenen Geist "zu Hacken". Dazu wird es eine klassische Show-Hypnose geben, und sogar eine kleine Einführung wie man selbst mit Hypnose erstaunliche Effekte erzielen kann.

Zu Tobias Wasle

Tobias Wasle hat eine klassische "Mensaner-Karriere". In der Schulzeit häufig angeeckt und dadurch nicht besonders erfolgreich konnte er später auch durch die "Diagnose" der Hochbegabung viele Fragezeichen einsortieren und einen erfolgreichen Lebensweg finden. Heute arbeitet er als Coach, Führungskraft und Software-Architekt in diversen Projekten. Darüber fasziniert ihn die menschliche Psyche und ihre veränderte Bewusstseinszustände. In Show-Hypnosen und Trance-Sessions, bringt er Menschen einen spielerischen Zugang zu ihrer eigenen Psyche bei.


master - 3a5e22f5 @ Sun Sep 29 17:00:20 2019 +0200